Programmarchiv 2008
Lothar Lambert Filmwerkschau

Lothar Lambert - In Hassliebe Lola Lothar Lambert in
In Hassliebe Lola

Lambertmania: Ein Mann und seine Family

Anlässlich der Premiere des neuen Films vom wahrscheinlich dienstältesten Berlinfilmer Lothar Lambert - Im tiefen Tal der Therapierten - zeigen wir eine zweiwöchige Retrospektive mit einer Auswahl von Lamberts wichtigsten Filmen.

An drei Tagen wird Herr Lothar Lambert auch persönlich im Kino anwesend sein, damit bieten sich drei Gelegenheiten, den charmanten Plauderer, der auch gern mal die Lola in seinen Filmen spielte, kennen- und vielleicht schätzen zu lernen.

Lothar Lambert dreht seit fast vier Jahrzehnten Filme in Berlin, die von Leuten bevölkert werden, die eher am Rande als in der Mitte der Gesellschaft stehen, illustre Gestalten aus der Subkultur, immer auf der Suche nach ein bisschen Aufmerksamkeit (der wichtigsten Währung in dieser Stadt) und ein bisschen Liebe. Beim Anschauen seiner Filme gewinnt man häufig den Eindruck, als sei ganz Moabit ein Lambertfilm.

Lothar Lambert hat es übrigens geschafft, fast alle seiner Filme erfolgreich auf der Berlinale einzureichen, so dass er dort einer der am meisten vertretenen deutschen Filmemacher sein düfte. Sein Markenzeichen ist seine Filmfamilie, die ähnlich wie bei Fassbinders Filmen, erst die Produktion seiner schrägen und dem Underground zuzurechnenden Filme ermöglicht.

Unermüdlich dreht er einen Film nach dem anderen und schuf so einen kleinen und unverwechselbaren Mikrokosmos, zu dem Filme zählen wie "Ex und Hopp" (1972, mit Klaus Nomi), "Die Alptraumfrau" (1981, mit Lotti Huber), "Fräulein Berlin" (1983, mit Helke Sander, John Cassavetes, Jim Jarmusch, Norman Jewison, Gena Rowlands u.a.), "Was Sie nie über Frauen wissen sollten" (1992), "In Hassliebe Lola" (1995) und "Verdammt in alle Eitelkeit" (2000). Lothar Lambert arbeitete auch mehrmals mit dem notorischen österreichisch-berlinerischem Anderground-Filmemacher Carl Andersen zusammen.

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