Berlin, wie es war

Spionage in Berlin

Gefährlicher Urlaub

The Man Between (OmU)

Original version with German subtitles

The Man Between

UK 1953, 98 Min. - Regie: Carol Reed. Darsteller: James Mason, Hildegard Knef, Claire Bloom

Ein ehemaliger Anwalt mit Nazivergangenheit hilft der Ostspionage, Personen aus dem West- in den Ostsektor zu entführen. Letztlich will er in den Westen und so nimmt er einen letzten Auftrag an. Doch die Entführung schlägt fehl und seine Auftraggeber kidnappen aus Versehen die falsche Person, eine Frau, mit der er eine Affäre begonnen hatte, um so seinem Opfer näher zu kommen. Das ist die Chance für ihn zu zeigen, ob noch ein Funke Humanität in ihm steckt. Kühl und präzise inszenierter Thriller vom Regisseur von The Third Man.

Spielzeiten
14:00 Uhr: 26. - 28. August
00:15 Uhr:
29. - 31. August
Finale in Berlin

Funeral in Berlin (OmU)

Original version with German subtitles

Funeral in Berlin

UK 1966, 102 Min. - Regie: Guy Hamilton Darsteller: Michael Caine, Paul Hubschmid, Oskar Homolka, Eva Renzi, Guy Doleman

Michael Caine ist Harry Palmer, ein undurchsichtiger ehemaliger Schwarzmarkthändler und jetziger britischer Geheimagent. Er soll einem kofferpackenden russischen General helfen, von drüben nach hüben zu kommen. Er lernt die schöne Samantha kennen, doch was wie eine zufällige Begegnung aussieht, ist in diesem Milieu natürlich inszeniert. Intelligent gemachter Spionagethriller von 1966 mit trockenem Humor und einem fantastischen Michael Caine.

Spielzeiten
12. - 17. August
Der Spion der aus der Kälte kam

The Spy Who Came in from the Cold (OV)

Original version

The Spy Who Came in from the Cold

UK 1965, 108 Min. - Regie: Martin Ritt. Vorlage: John le Carré. Darsteller: Richard Burton, Claire Bloom, Oskar Werner, Peter van Eyck

Die Verfilmung des ersten großen literarischen Erfolges von John Le Carré ist selbst einer der besten Agentenfilme, frei von jedem James-Bond-Klamauk, ein düsteres und nihilistisches Drama über einen verzweifelten Spion, der vom Dienste Ihrer Majestät erpreßt wird, zurück in die geteilte Stadt Berlin muss, auch wenn er nicht mehr will. Er gerät in ein perfides Doppelspiel und Geschacher der Geheimdienste, wo wenig Chancen für ihn und seine ebenfalls in Mitleidenschaft gezogene junge kommunistische Geliebte bleiben, um zu überleben.

Spielzeiten
05. - 10. August
Der zerrissene Vorhang

Torn Curtain (OmU)

Original version with German subtitles

Torn Curtain

USA 1966, 122 Min. - Regie: Alfred Hitchcock. Darsteller: Paul Newman, Julie Andrews

Paul Newman ist ein Physikprofessor, der offiziell nach Ostberlin reist, um sich der DDR-Regierung zur Verfügung zu stellen (auf dem Bild gibt er auf dem Flughafen Schönefeld seine Erklärung ab, im Hintergrund ist das Logo von Interflug zu sehen), insgeheim aber in den Besitz einer gefährlichen Formel gelangen will. Alfred Hitchcock hatte hier eine recht wilde Mischung aus Spionagethriller, Propagandafilm und Komödie hingelegt. Sehr lustig ist die Szene, wenn Newman und Freundin mit dem Überlandbus von Berlin nach Sachsen reisen und von marodierenden russischen Soldaten überfallen werden, die ihnen die Uhren abnehmen, während die Militärpolizei sowie die Stasi schon hinterdrein fahren.

Spielzeiten
19. - 24. August

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Berlin-Filmklassiker

Mehr als eine Bahnstation

Berlin - Alexanderplatz

Berlin - Alexanderplatz Plakat

D 1931, 90 Min. - Regie: Piel Jutzi. Vorlage: Alfred Döblin. Darsteller: Heinrich George, Maria Bard, Margarete Schlegel

Erste Verfilmung von Alfred Döblins Roman vom Berliner Zement- und Transportarbeiter Franz Biberkopf, der, aus dem Gefängnis entlassen, ein ehrliches Leben führen will, Straßenverkäufer wird und an den Bandenchef Reinhold und damit wieder auf die schiefe Bahn gerät.

Inszenatorisch und schauspielerisch großartig, ein Klassiker, den man gesehen haben muss. Besonders hervorzuheben ist Hauptdarsteller Heinrich George in seiner wahrscheinlich bestgespielten Rolle. Die umwerfend geschriebenen und gesprochenen Berliner Dialoge allein sind einen mehrmaligen Kinobesuch wert!

Spielzeiten
September
Filmkritik
Lichtbild-Bühne, 9.10.1931:
Besitzt der Film nicht immer die Dichte, faszinierende Echtheit des Romans – viele hinter den Worten eines Buches schwingenden Dinge lassen sich eben schwer mit den so anderen Mitteln filmischer Ausdrucksform andeuten – so ist es den Bearbeitern doch restlos gelungen, die Idee als solche herauszuarbeiten, die Idee des Romans, deren Träger Bieberkopf ist, der über die zufälligen Gegebenheiten seiner Existenz zu einer symbolischen Figur Berlins, dieser unverstandensten aller Städte, hinauswächst. [...] Heinrich Georges Kraft, Wucht, Fülle im wörtlichen wie im übertragenen Sinne packte offensichtlich das Parkett. Undenkbar die Rolle, die die ungeheure Vitalität dieses Mannes nicht irgendwie meisterte... »
Filmbilder
Berlin - Alexanderplatz Berlin - Alexanderplatz Berlin - Alexanderplatz

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Poetischer Realismus

Unter den Brücken

Unter den Brücken Filmplakat

D 1945/56, 99 Min. – Regie: Helmut Käutner. Darsteller: Hannelore Schroth, Carl Raddatz, Gustav Knuth, Hildegard Knef

Meisterhafte Liebesgeschichte im Stil des poetischen Realismus eines Jean Renoir über zwei Lastkahnschiffer, die eines Nachts eine junge Frau, die sich von der Brücke stürzen wollte, mit sich nehmen und bald in sie verlieben. Der Film wurde Anfang 1945 fertiggestellt, kam aber nicht mehr ins Kino. 1946 gab es Premieren in der Schweiz und in Schweden, in Deutschland erst 1950. Die junge Hildegard Knef hatte in einer Nebenrolle ihren ersten Filmauftritt. Kriegsrealität und Propaganda im Dritten Reich werden vom Film komplett ausgeblendet, dadurch kann er sich seinen zeitlosen Charakter bewahren.

Spielzeiten
September
Filmkritik
Filmzentrale
Makellos ist die Kameraarbeit, die den Film zu einer einzigen Etüde in Licht und Schatten macht, von den Bildern des Vorspanns, die in gewagten Schrägen himmelwärts die Fahrt unter Brücken zeigen, bis zur Szene einer großen Aussprache im Ruderboot. Nur in Teilen sichtbar ist zu Beginn Annas Gesicht, in den Schatten der Nacht gehüllt, aus dem in fast natürlich wirkender Künstlichkeit die beleuchteten Partien stechen. Man kann das auch "poetischen Realismus" nennen. Und Helmut Käutner damit - darf ich es aussprechen? - durchaus auch neben Jean Renoir oder Marcel Carné stellen. »
Filmbilder
Unter den Brücken Unter den Brücken Unter den Brücken

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Brecht, Dudow, Eisler

Kuhle Wampe oder Wem gehört die Welt?

Kuhle Wampe Filmkurier

D 1932, 74 Min. - Regie: Slátan Dudow. Drehbuch: Bertolt Brecht, Ernst Ottwalt, Slátan Dudow. Musik: Hanns Eisler. Darsteller: Hertha Thiele, Ernst Busch, Adolf Fischer, Martha Wolter, Erwin Geschonneck

Großer Berlin- und Arbeiterfilmklassiker, bei dem Bertold Brecht am Drehbuch mitwirkte, Hanns Eisler die Musik schrieb und Ernst Busch eine Hauptrolle spielte. Berlin, Ende der 20er Jahre. In einer von der Wirtschaftskrise hart betroffenen Arbeiterfamilie erfährt der arbeitslose Sohn, der sich vergeblich um eine Stelle bemüht hat, vom ebenfalls arbeitslosen Vater, dass die Unterstützung gekürzt wird. Aus Verzweiflung stürzt er sich aus dem Fenster. Die Familie kann die Miete nicht mehr aufbringen. Ihnen wird die Wohnung gekündigt, was die Tochter Annie, die einzige, die noch Arbeit hat, trotz aller Bemühungen nicht abwenden kann. Annies Freund Fritz besorgt der Familie eine Unterkunft in der Kolonie "Kuhle Wampe".

Spielzeiten
September
Filmkritik
Reclams Filmführer
"Kuhle Wampe" war der einzige eindeutig kommunistische Film der Weimarer Republik. Er wurde unter großen Schwierigkeiten unabhängig produziert. Rund ein Viertel der Szenen musste in zwei Tagen abgedreht werden. Nach seinem Erscheinen wurde der Film von der Zensur verboten, weil er angeblich den Reichspräsidenten, die Justiz und die Religion beleidige. Nach heftigen Protesten von Künstlern und Kritikern u. a. und einigen Schnitten wurde das Verbot aufgehoben. Brecht machte später dem Zensor das ironische Kompliment, er sei einer der wenigen gewesen, die den Film wirklich verstanden hätten. Er habe z. B. ganz klar gesehen, dass der Selbstmord des jungen Arbeitslosen nicht individuell, sondern 'typisch' gemeint sei.
Filmbilder
Kuhle Wampe Kuhle Wampe Kuhle Wampe

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Authentischer Klassiker

Menschen am Sonntag (engl.UT)

German version with English subtitles

Menschen am Sonntag Plakat

D 1930, 74 Min. - Regie: Curt Siodmak, Robert Siodmak, Edgar Ulmer, Fred Zinnemann. Drehbuch: Billie Wilder, Curt Siodmak, Robert Siodmak. Darsteller: Erwin Splettstößer, Brigitte Borchert, Wolfgang von Waltershausen, Christl Ehlers

Billie Wilder, hier noch mit "ie", schrieb das Drehbuch zum berühmten Klassiker der "Neuen Sachlichkeit". Der semidokumentarische Spielfilm schildert sehr authentisch das Leben junger Menschen in Berlin Ende der 1920er Jahre. Seine authentische Ästhetik mit Aufnahmen an Originalschauplätzen und spontan improvisierenden Laiendarstellern beeinflußte künstlerische Strömungen wie den poetischen Realismus in Frankreich und den italienischen Neorealismus. Alle Mitglieder des Autorenkollektivs emigrierten später direkt oder auf Umwegen in die USA.

Spielzeiten
September
Filmkritik
Der Tagespiegel
Ebenso inszeniert die Montage die Stadt als unendliche Bewegung. Aber anders als in Walter Ruttmanns "Berlin - Die Symphonie der Großstadt" (1927), zwingt "Menschen am Sonntag" die Bewegung nicht in abstrakte Muster, deutet die Stadt nicht als gigantische Maschine. Vielmehr kontrastiert er die Bewegungsströme mit den individuellen Körpern, die uns eine phantastisch bewegliche Kamera mit nie erlahmender Neugier zeigt. Das Körperhaft-Physische gewinnt hier eine Drastik, wie sie im Weimarer Kino selten ist. Bislang unbekannt war jene Sequenz, die ein krudes Ritual junger Männer zeigt: "Schinkenklopfen" im sonntäglichen Park, Schläge auf den prallen Hintern, Spiele der Gewalt und der Lust. Die Dreiecksgeschichte und die Liebesspiele draußen am Wannsee nehmen sich vor diesem Hintergrund gänzlich anders aus. »

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Der Rhythmus der Großstadt

Berlin - Die Sinfonie der Großstadt

Berlin - Die Sinfonie der Grosstadt Plakat

D 1927, 66 Min. - Regie: Walther Ruttmann. Drehbuch: Karl Freund, Walther Ruttmann. Kamera: Karl Freund

Eine klassische Bildreportage über 24 Stunden im Leben der Metropole Berlin des Jahres 1927 - ganz mit den Augen der Kamera gesehen. Ein unglaublich eindringlicher und informativer Stummfilm von großem dokumentarischem Wert. Der Film erzählt von Arbeitern, Angestellten und Schulkindern, Kommerzienräten, Mannequins und Bettlern. Von Autos, Straßenbahnen und D-Zügen, Liebe, Hochzeit und Tod, Schlachthof, Wannsee und Zoo. Vom Rhythmus der Großstadt mit all ihren Kontrasten.

Spielzeiten
September
Filmkritik
Walther Ruttmann
Tag für Tag fuhr ich mit meinem Aufnahmewagen durch die Stadt um bald im Westen den verwöhnten Kurfürstendammbewohner zu überlisten, bald im Scheunenviertel ärmstes Berlin einzufangen. Täglich wurden die Aufnahmen entwickelt und ganz ganz langsam, nur für mich sichtbar begann sich der erste Akt zu formen. Nach jedem Schnittversuch sah ich was mir noch fehlte, dort ein Bild für ein zartes Crescendo; hier ein Andante, ein blecherner Klang oder ein Flötenton und danach bestimmte ich immer von neuem, was aufzunehmen und was für Motive zu suchen waren – ich formte mein Manuskript dauernd neu während der Arbeit.

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Meisterwerk des Expressionismus

Der letzte Mann

Der letzte Mann - Filmplakat

D 1924, 90 Min. - Regie: F. W. Murnau. Drehbuch: Carl Mayer. Kamera: Karl Freund. Darsteller: Emil Jannings, Maly Delschaft, Hans Unterkircher

Berlin, Anfangs des 20. Jahrhunderts. Für einen in seiner Nachbarschaft angesehenen alten Portier eines Luxushotels beginnt nach der altersbedingten Versetzung auf die buchstäbliche unterste Etage im Keller der soziale Abstieg. Die Degradierung zum Toilettenmann setzt ihm schwer zu.

Eine milieugenaue Schilderung wird mit einer Vielzahl gelungener experimenteller Einstellungen und Techniken verbunden, die den Film zu einem expressionistischen Meisterwerk machen.

Filmkritik
Film-Kurier, 24.12.1924
Zwei außerordentliche und einzigartige Künstler des Filmes, F. W. Murnau und Carl Mayer, haben vor Jahren mehrmals zusammengearbeitet... In diesem Film nun haben sie sich nach Jahren wieder zu gemeinsamer Arbeit vereinigt. Und sofort hat einer am anderen, beide gegenseitig aneinander sich erhellt, geklärt, weitergeformt. Man nennt das "Wahlverwandtschaft"... Sie sind so ziemlich unsere besten Filmpraktiker. Sie sind aber auch so ziemlich unsere besten Filmkenner.[..] Da die beiden Hauptschuldigen an diesem Meisterwerk so unerhörte Courage gezeigt haben, muß auch der Kritiker die Courage zu einem pathetischen Schlußsatz aufbringen. (Sonst ungern). Also: "Kinder, von hier und heute beginnt eine neue Epoche in der Geschichte der Kinematographie!" Und das ist wahr. »

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Waffe im Kulturkampf

M - Eine Stadt sucht einen Mörder

M - Eine Stadt sucht einen Mörder - Filmplakat

D 1931, 107 Min. - Regie: Fritz Lang. Drehbuch: Thea von Harbou, Fritz Lang. Darsteller: Peter Lorre, Gustaf Gründgens, Otto Wernicke, Theo Lingen

Ein psychopathischer Kindermörder geht um, Berlin ist in Aufruhr, die Kinder auf den Straßen singen den berühmten Reim. Die Polizei übt Druck auf die Unterwelt aus, so dass die Ringvereine, die Organisationen der Ganoven, selber Jagd auf den Störfaktor machen.

Legendärer Filmklassiker von Fritz Lang mit einer geradezu vorbildlich effizienten Filmsprache. Genial ist Peter Lorre als Triebtäter, legendär die Schlusszene mit dem Tribunal der Unterwelt unter Führung des Schränkers, gespielt von Gustaf Gründgens.

Pate für den Triebtäter Hans Beckert stand der Serienmörder Fritz Haarmann (1879-1925), der in Hannover über 20 Jungen umbrachte und der in Romuald Karmakars Der Totmacher auf beeindruckende Weise von Götz George verkörpert wurde ("...sind doch nur Puppenjungs!").

Filmkritik
Film-Kurier, 12.5.1931
Das Lichtspiel wird, endlich, zur Waffe im Kulturkampf. Ein Stück vom Fragenkomplex der Zeit ward zum Zeitstück geformt. Dies ist der große deutsche Film des Fritz Lang. Wie sein Antipode, der Schöpfer des Berg- und Naturfilms, Arnold Fanck, steht der Fritz Lang mit beiden Beinen auf der deutschen Erde. Beide stoßen sie aus dem Kulturkreis ihres Landes in die Weite der Welt vor; beide an Grenzen nicht gebunden eben weil sie ihre Einstellung nicht verleugnen, durch Konzessionen vertuschen. [...] Das Wunderwerk des Drehbuchs ist bis ins letzte gefeilt. Nicht eine einzige Passage zuviel; dazu eine harmonische Verteilung dramaturgischer Effekte. [...] Ein deutscher Film, dem Weltstandard weit voran; ein neuer Rekord wird somit aufgestellt. Er ist, neben dem technischen Gipfelpunkt, bereichert durch das Dichterische. »

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Berliner Jagd

Emil und die Detektive (1931)

Emil und die Detektive - Filmplakat

D 1931, 75 Min. - Regie: Gerhard Lamprecht. Vorlage: Erich Kästner. Drehbuch: Billie Wilder, Gerhard Lamprecht. Darsteller: Rolf Wenkhaus, Käthe Haack, Fritz Rasp, Rudolf Biebrach, Olga Engl, Hans Albrecht Löhr, Hans Richter

Erste Verfilmung des berühmten Kinderromans von Erich Kästner. Auf der Fahrt nach Berlin wird Emil Tischbein von Herrn Grundeis ausgeraubt. Aber mit der Hilfe von Gustav und seiner Kinderbande kann Emil den freundlichen Mann mit der Melone durch die Großstadt verfolgen und schliesslich stellen.

Das Drehbuch schrieb ein junger, noch wenig bekannter Autor namens Billie Wilder - für den Film erhielten er und der Regisseur Gerhard Lamprecht tosenden Applaus in den Kinos und von den Kritikern.

Filmkritik
Kinematograph, 3.12.1931
Das Manuskript schrieb Billy Wilder. Ein junger Autor, über dessen Qualitäten viel gestritten wurde und der sich bisher, immer tastend nach neuen und originellen Formen, vielleicht hier und da noch etwas unsicher bewegte. Er verzeichnet jetzt einen Treffer ins Schwarze. Zeigt eine geradezu überragende Begabung für bestimmte Stoffe und rückt mit einem Schlag mit diesem Werk in die Reihe der ganz Großen. Er schafft seinem Film ein geradezu faszinierendes Tempo, führt seine Handlung mit logischer Konsequenz auf der Linie des Sensationsdramas von Anfang an bis zu dem Augenblick, wo sich der gewöhnliche Dieb zum Bankräuber entpuppt. Er hat in seinen jugendlichen Darstellern eine Begeisterung für den Stoff entzündet, die unerhört ist... »

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