27.09.-03.10.12

Programmarchiv 27.09.-03.10.12

Do-Mi 18:00 Uhr

Revision

Dokumentation. D 2012, 106 Min. Regie: Philip Scheffner

Am 29. Juni 1992 entdeckt ein Bauer zwei Körper in einem Getreidefeld in Mecklenburg-Vorpommern. Ermittlungen ergeben, dass es sich bei den Toten um rumänische Staatsbürger handelt. Sie werden bei dem Versuch, die europäische Außengrenze zu überschreiten, von Jägern erschossen. Diese geben an, die Menschen mit Wildschweinen verwechselt zu haben.

Vier Jahre später beginnt der Prozess. Welcher der Jäger den tödlichen Schuss abgegeben hat, lässt sich nie beweisen. Das Urteil: Freispruch. dpa meldet: "Aus Rumänien ist niemand zur Urteilsverkündung angereist." In den Akten stehen die Namen und Adressen von Grigore Velcu und Eudache Calderar. Ihre Familien wussten nicht, dass jemals ein Prozess stattgefunden hat.

Ein juristisch abgeschlossener Kriminalfall wird einer filmischen Revision unterzogen, die Orte, Personen und Erinnerungen miteinander verknüpft und ein fragiles Geflecht aus Versionen und Perspektiven einer "europäischen Geschichte" ergibt.

Do-Mi 20:00 Uhr

This Ain't California

Dokufiktion. D 2012, 90 Min. Regie: Marten Persiel. Darsteller: Christian Rothenhagen, Mirko Mielke, Torsten Schubert, Renè Falk Thomasius

Die Geschichte einer besonderen Freundschaft, die sich verliert, als die Freiheit beginnt. Eine semidokumentarische Collage über die aufregende Welt der „Rollbrettfahrer“ in der DDR der 80er Jahre. Ein Erinnerungstrip der besonderen Art – laut, schrill und bunt.

Alles in allem eine sehr unterhaltsame und geschwind inszenierte fiktionale Dokumentation über eine Form der Subkultur in der DDR. Die Helden der Szene von damals sitzen am Lagerfeuer und erzählen sich einen Schmackes nach dem anderen: wilde Partys, erste Liebe, diverser Blödsinn, die total verrückte WG in der Karl-Marx-Allee und Begegnungen der ost- mit der westdeutschen Skaterszene. Das ganze untermalt von einem wilden Soundtrack und jeder Menge Archivmaterial.

Do-Mi 22:00 Uhr

Die Kunst, sich die Schuhe zu binden

Schweden 2011, 101 Min. Regie: Lena Koppel. Darsteller: Sverrir Gudnason, Vanna Rosenberg, Mats Melin, Theresia Widarsson, Bosse Östlin

Alex' Träume von einer Theaterkarriere sind geplatzt, seine Freundin hat ihn verlassen. Jetzt muss er als Betreuer in einem Behindertenheim arbeiten. Doch er macht das Beste daraus und meldet seine Gruppe bei Schweden sucht den Superstar an...

Der Sommerhit im schwedischen Kino, eine feine und bewegende Komödie, nach einer wahren Geschichte, frei nach dem berühmten Ensemble des Behinderten-Theaters Glada Hudik, das 1996 vom Behindertenbetreuer Pär Johansson gegründet wurde. Für die Synchronisierung wurden zwei Rollen mit Mitgliedern des Behinderten-Theaters Ramba Zamba aus Berlin besetzt.

Do-Fr 23:55 Uhr

Berlin Calling

mit engl. UT / German version with English subtitles

D 2008, 109 Min. Regie/Drehbuch: Hannes Stöhr. Musik: DJ Kalkbrenner
Darsteller: Paul Kalkbrenner, Rita Lengyel, Corinna Harfouch, Araba Walton, Udo Kroschwald, Henriette Müller, RP Kahl

Der Friedrichshainer DJ Paul Kalkbrenner ist Martin Karow ist DJ Ickarus und fliegt von Gig zu Gig, von Stadt zu Stadt und von einem Trip zum nächsten und von da in die Klinik. Psychiaterin Petra Pau (Corinna Harfouch) soll ihn von den Drogen runterbringen und therapieren, doch immer wieder bricht Ickarus die Regeln, flippt aus und feiert seine Exzesse.

Toller Film über Drogen, Musik und Rauschzustände, über das Musikbusiness und natürlich über Berlin und Friedrichshainer Hippness. Einer der besten deutschen Filme seit langer Zeit und der erfolgreichste Film bei uns in den Tilsiter Lichtspielen.

Sa-Mi 23:55 Uhr

Bar25 - Tage außerhalb der Zeit

Dokumentarfilm, D 2012, 95 Min. Regie: Britta Mischer, Nana Yuriko

Ein faszinierendes Zeitdokument über den weltweit bekannten Club am Berliner Spreeufer. Von der Entstehung im Jahr 2004 bis zur Schließung im September 2010 begleitet der Film vier kreative Köpfe der Bar25 und zeigt eindrucksvoll, wie Visionen gelebt und gesellschaftliche Konventionen auf den Kopf gestellt werden.

Bewegende Bildwelten lassen den magischen Ort als Dokumärchen wiederauferstehen und entführen in eine Welt, die frei ist von Normen und Zeitgefühl. Eine Welt voller Leben, Lust und Leidenschaft. Der Entwurf einer Gegenkultur im 21. Jahrhundert.

Doch die Umstrukturierung des Spreeufers in Berlin macht auch vor der Bar25 keinen Halt, und so steht die Vertreibung aus dem Paradies bevor - jedoch nicht, ohne sich mit einem einzigartigen Spektakel zu verabschieden.

Kinderkino Do-So 16:15 Uhr

Tom und Hacke

FSK: 6 , empf. ab 9 J. Prädikat: besonders wertvoll. D/Ö 2012, 90 Min. Regie: Norbert Lechner. Drehbuch: Rudolf Herfurtner nach Mark Twains Roman Die Abenteuer von Tom Sawyer

Mark Twains Klassiker bekommt durch die Verlegung in eine bayrische Kleinstadt des Jahres 1948 überraschende neue Wendungen. Tom Sojer hat es faustdick hinter den Ohren. Statt seiner Tante Polli zu helfen, bei der er seit dem Tod seiner Eltern lebt, oder Hausaufgaben zu machen, heckt er mit seinem besten Freund Hacke lieber allerlei Streiche aus.

Ein liebevoll erzählter bayerischer Kinderkrimi vor dem Hintergrund von Nachkriegszeit, Schwarzmarkt, Not und Schiebereien, der kindgerecht ein Bild jener Zeit zeichnet und sich zu Recht auf seine charmanten Darsteller und die Atmosphäre verlässt.

Das singende, klingende Bäumchen Poster

Das singende, klingende Bäumchen 01

Das singende, klingende Bäumchen 02
Kinderkino Fr-So 15:00 Uhr

Das singende, klingende Bäumchen

FSK: 6, empf. ab Jahre, DDR 1957, 73 Min. Regie/Drehbuch: Francesco Stefani. Darsteller: Christel Bodenstein, Eckart Dux Prinz, Charles-Hans Vogt, Richard Krüger, Dorothea Thiesing, Fredy Barten

Um die Liebe der hochmütigen Prinzessin Tausendschön zu erringen, macht sich ein Prinz auf die Suche nach dem singenden, klingenden Bäumchen. Ausgerechnet vom bösen Zwerg erhält er das Gesuchte - unter einer Bedingung: Bis zum Abend muss das Bäumchen singen, was nur glückt, wenn die Königstochter ihn wirklich liebt.

Da sie aber hartherzig ist, wird der junge Mann zur Strafe in einen Bären verwandelt. So entführt er die gefühllose Schöne in den Zaubergarten, wo sie aufgrund ihrer boshaften Befehle zur Strafe ihrer Schönheit beraubt wird. Doch der Fluch des Zwergen kann gebrochen werden...

Eine sehr fantasiereiche und reizvolle Studioinszenierung mit farbenprächtigen Kulissen. In den 1960er Jahren strahlte die BBC die Märchenverfilmung jedes Jahr unter dem Motto Tales from Europe aus.

Die Schauspielerin Tilda Swinton zeigte 2008 den Klassiker auf ihrem Festival Ballerina Ballroom Cinema of Dreams.

Stellen Sie sich ein Märchen vor - von Wagner erdacht, gedreht unter der Regie von Fritz Lang mit Anspielungen auf Das Cabinet des Dr. Caligari und den lebhaften Farben des Zauberers von Oz – dann haben Sie ein ungefähres Bild. - 9th Jameson Belfast Film Festival 2009

20.-26.09.12

Programmarchiv 20.-26.09.12

Do-Mi 18:00 Uhr

Goldrausch - Die Geschichte der Treuhand

Dokumentarfilm, D 2011, 94 Min.

Im Frühsommer 1990 wurde die Treuhandanstalt gegründet, um die volkseigenen Betriebe (VEB) der DDR zu privatisieren. In den folgenden vier Jahren werden rund 4.000 Betriebe geschlossen, etwa zweieinhalb Millionen Arbeitsplätze gehen verloren. Die Treuhand macht bis zu ihrer Schließung Ende 1994 Schulden in Höhe von insgesamt 256 Milliarden Mark - umgerechnet rund 150 Millionen Mark jeden Tag. Zudem lässt sich die Treuhand um viele Milliarden Mark betrügen. Das ist das größte wirtschaftspolitische Ereignis der Nachkriegszeit und im buchstäblichen Sinne ein Faß ohne Boden. Die Dokumentation bemüht sich redlich, die Dimensionen fassbar zu machen.

Do-Mi 20:00 Uhr

Die Kunst, sich die Schuhe zu binden

Schweden 2011, 101 Min. Regie: Lena Koppel. Darsteller: Sverrir Gudnason, Vanna Rosenberg, Mats Melin, Theresia Widarsson, Bosse Östlin

Alex' Träume von einer Theaterkarriere sind geplatzt, seine Freundin hat ihn verlassen. Jetzt muss er als Betreuer in einem Behindertenheim arbeiten. Doch er macht das Beste daraus und meldet seine Gruppe bei Schweden sucht den Superstar an...

Der Sommerhit im schwedischen Kino, eine feine und bewegende Komödie, nach einer wahren Geschichte, frei nach dem berühmten Ensemble des Behinderten-Theaters Glada Hudik, das 1996 vom Behindertenbetreuer Pär Johansson gegründet wurde. Für die Synchronisierung wurden zwei Rollen mit Mitgliedern des Behinderten-Theaters Ramba Zamba aus Berlin besetzt.

Do-Mi 22:00 Uhr

The Rum Diary

OV / Original version

USA 2011, 120 Min. Regie: Bruce Robinson, Darsteller: Johnny Depp, Aaron Eckhart, Michael Rispoli, Amber Heard, Richard Jenkins, Giovanni Ribisi

Nachdem es ihm nicht gelungen ist, in New York Fuß zu fassen, schlägt der aufstrebende Journalist Paul Kemp 1960 seine Zelte in Puerto Rico auf. Mit seiner forschen Schreibe soll er die vor sich hindümpelnde Gazette The San Juan Star auf Vordermann bringen. Bald schon aber lässt sich Kemp wie seine durchgeknallten Kollegen vom rum- und sonnengetränkten Dolce Vita auf der Karibikinsel mitreißen und treibt ziellos von Sonnenuntergang zu Sonnenuntergang.

Fear and Loathing in Puerto Rico: Mit der Verfilmung des Kultromans von Hunter S. Thompson setzt Johnny Depp dem legendären Gonzo-Journalisten bereits zum zweiten Mal ein filmisches Denkmal. Inszeniert von dem Regisseur der Kultkomödie Withnail & I wird von den frühen Tagen Thompsons erzählt.

Do-Fr 0:00 Uhr

Berlin Calling

mit engl. UT / German version with English subtitles

D 2008, 109 Min. Regie/Drehbuch: Hannes Stöhr. Musik: DJ Kalkbrenner
Darsteller: Paul Kalkbrenner, Rita Lengyel, Corinna Harfouch, Araba Walton, Udo Kroschwald, Henriette Müller, RP Kahl

Der Friedrichshainer DJ Paul Kalkbrenner ist Martin Karow ist DJ Ickarus und fliegt von Gig zu Gig, von Stadt zu Stadt und von einem Trip zum nächsten und von da in die Klinik. Psychiaterin Petra Pau (Corinna Harfouch) soll ihn von den Drogen runterbringen und therapieren, doch immer wieder bricht Ickarus die Regeln, flippt aus und feiert seine Exzesse.

Toller Film über Drogen, Musik und Rauschzustände, über das Musikbusiness und natürlich über Berlin und Friedrichshainer Hippness. Einer der besten deutschen Filme seit langer Zeit und der erfolgreichste Film bei uns in den Tilsiter Lichtspielen.

Sa-Mi 0:00 Uhr

Bar25 - Tage außerhalb der Zeit

Dokumentarfilm, D 2012, 95 Min. Regie: Britta Mischer, Nana Yuriko

Ein faszinierendes Zeitdokument über den weltweit bekannten Club am Berliner Spreeufer. Von der Entstehung im Jahr 2004 bis zur Schließung im September 2010 begleitet der Film vier kreative Köpfe der Bar25 und zeigt eindrucksvoll, wie Visionen gelebt und gesellschaftliche Konventionen auf den Kopf gestellt werden.

Bewegende Bildwelten lassen den magischen Ort als Dokumärchen wiederauferstehen und entführen in eine Welt, die frei ist von Normen und Zeitgefühl. Eine Welt voller Leben, Lust und Leidenschaft. Der Entwurf einer Gegenkultur im 21. Jahrhundert.

Doch die Umstrukturierung des Spreeufers in Berlin macht auch vor der Bar25 keinen Halt, und so steht die Vertreibung aus dem Paradies bevor - jedoch nicht, ohne sich mit einem einzigartigen Spektakel zu verabschieden.

Kinderkino Do-So 16:15 Uhr

Tom und Hacke

FSK: 6 , empf. ab 9 J. Prädikat: besonders wertvoll. D/Ö 2012, 90 Min. Regie: Norbert Lechner. Drehbuch: Rudolf Herfurtner nach Mark Twains Roman Die Abenteuer von Tom Sawyer

Mark Twains Klassiker bekommt durch die Verlegung in eine bayrische Kleinstadt des Jahres 1948 überraschende neue Wendungen. Tom Sojer hat es faustdick hinter den Ohren. Statt seiner Tante Polli zu helfen, bei der er seit dem Tod seiner Eltern lebt, oder Hausaufgaben zu machen, heckt er mit seinem besten Freund Hacke lieber allerlei Streiche aus.

Ein liebevoll erzählter bayerischer Kinderkrimi vor dem Hintergrund von Nachkriegszeit, Schwarzmarkt, Not und Schiebereien, der kindgerecht ein Bild jener Zeit zeichnet und sich zu Recht auf seine charmanten Darsteller und die Atmosphäre verlässt.

Das singende, klingende Bäumchen Poster

Das singende, klingende Bäumchen 01

Das singende, klingende Bäumchen 02
Kinderkino Fr-So 15:00 Uhr

Das singende, klingende Bäumchen

FSK: 6, empf. ab Jahre, DDR 1957, 73 Min. Regie/Drehbuch: Francesco Stefani. Darsteller: Christel Bodenstein, Eckart Dux Prinz, Charles-Hans Vogt, Richard Krüger, Dorothea Thiesing, Fredy Barten

Um die Liebe der hochmütigen Prinzessin Tausendschön zu erringen, macht sich ein Prinz auf die Suche nach dem singenden, klingenden Bäumchen. Ausgerechnet vom bösen Zwerg erhält er das Gesuchte - unter einer Bedingung: Bis zum Abend muss das Bäumchen singen, was nur glückt, wenn die Königstochter ihn wirklich liebt.

Da sie aber hartherzig ist, wird der junge Mann zur Strafe in einen Bären verwandelt. So entführt er die gefühllose Schöne in den Zaubergarten, wo sie aufgrund ihrer boshaften Befehle zur Strafe ihrer Schönheit beraubt wird. Doch der Fluch des Zwergen kann gebrochen werden...

Eine sehr fantasiereiche und reizvolle Studioinszenierung mit farbenprächtigen Kulissen. In den 1960er Jahren strahlte die BBC die Märchenverfilmung jedes Jahr unter dem Motto Tales from Europe aus.

Die Schauspielerin Tilda Swinton zeigte 2008 den Klassiker auf ihrem Festival Ballerina Ballroom Cinema of Dreams.

Stellen Sie sich ein Märchen vor - von Wagner erdacht, gedreht unter der Regie von Fritz Lang mit Anspielungen auf Das Cabinet des Dr. Caligari und den lebhaften Farben des Zauberers von Oz – dann haben Sie ein ungefähres Bild. - 9th Jameson Belfast Film Festival 2009

13.-19.09.12

Programmarchiv 13.-19.09.12

Do-Mi 18:00 Uhr

Goldrausch - Die Geschichte der Treuhand

Dokumentarfilm, D 2011, 94 Min.

Im Frühsommer 1990 wurde die Treuhandanstalt gegründet, um die volkseigenen Betriebe (VEB) der DDR zu privatisieren. In den folgenden vier Jahren werden rund 4.000 Betriebe geschlossen, etwa zweieinhalb Millionen Arbeitsplätze gehen verloren. Die Treuhand macht bis zu ihrer Schließung Ende 1994 Schulden in Höhe von insgesamt 256 Milliarden Mark - umgerechnet rund 150 Millionen Mark jeden Tag. Zudem lässt sich die Treuhand um viele Milliarden Mark betrügen. Das ist das größte wirtschaftspolitische Ereignis der Nachkriegszeit und im buchstäblichen Sinne ein Faß ohne Boden. Die Dokumentation bemüht sich redlich, die Dimensionen fassbar zu machen.

Do-Mi 20:00 Uhr

The Rum Diary

OV / Original version

USA 2011, 120 Min. Regie: Bruce Robinson, Darsteller: Johnny Depp, Aaron Eckhart, Michael Rispoli, Amber Heard, Richard Jenkins, Giovanni Ribisi

Nachdem es ihm nicht gelungen ist, in New York Fuß zu fassen, schlägt der aufstrebende Journalist Paul Kemp 1960 seine Zelte in Puerto Rico auf. Mit seiner forschen Schreibe soll er die vor sich hindümpelnde Gazette The San Juan Star auf Vordermann bringen. Bald schon aber lässt sich Kemp wie seine durchgeknallten Kollegen vom rum- und sonnengetränkten Dolce Vita auf der Karibikinsel mitreißen und treibt ziellos von Sonnenuntergang zu Sonnenuntergang.

Fear and Loathing in Puerto Rico: Mit der Verfilmung des Kultromans von Hunter S. Thompson setzt Johnny Depp dem legendären Gonzo-Journalisten bereits zum zweiten Mal ein filmisches Denkmal. Inszeniert von dem Regisseur der Kultkomödie Withnail & I wird von den frühen Tagen Thompsons erzählt.

Do-Fr/So-Mi 22:00 Uhr

Cosmopolis

OmU / Original version with German subtitles

Kanada/Frankreich 2012, 108 Min. Regie: David Cronenberg
Darsteller: Robert Pattinson, Juliette Binoche, Sarah Gadon

Eric Packer ist ein reicher und zynische r Spekulant. Unterwegs in einer Limousine zu einem Friseurtermin, führt ihn sein Weg durch die 47. Straße quer durch Manhattan. Doch seine Autofahrt wird zu einer 24stündigen Odyssee. Verfilmung von Don DeLillos gleichnamigen Roman.

programmkino.de: Natürlich bietet der Film mit seinen artifiziellen Bildern und seiner künstlerischen Verdichtung eine eigenwillige und bemerkenswerte Interpretation der inneren Mechanismen der Finanzwelt. Vor allem aber funktioniert er als Variante eines Themas, das seine rote Spur schon seit seinen frühen Body-Horror-Filmen durch Cronenbergs Werk zieht: Gewalt.

Do-Fr 23:55 Uhr

Berlin Calling

mit engl. UT / German version with English subtitles

D 2008, 109 Min. Regie/Drehbuch: Hannes Stöhr. Musik: DJ Kalkbrenner
Darsteller: Paul Kalkbrenner, Rita Lengyel, Corinna Harfouch, Araba Walton, Udo Kroschwald, Henriette Müller, RP Kahl

Der Friedrichshainer DJ Paul Kalkbrenner ist Martin Karow ist DJ Ickarus und fliegt von Gig zu Gig, von Stadt zu Stadt und von einem Trip zum nächsten und von da in die Klinik. Psychiaterin Petra Pau (Corinna Harfouch) soll ihn von den Drogen runterbringen und therapieren, doch immer wieder bricht Ickarus die Regeln, flippt aus und feiert seine Exzesse.

Toller Film über Drogen, Musik und Rauschzustände, über das Musikbusiness und natürlich über Berlin und Friedrichshainer Hippness. Einer der besten deutschen Filme seit langer Zeit und der erfolgreichste Film bei uns in den Tilsiter Lichtspielen.

Sa-Mi 23:55 Uhr

Bar25 - Tage außerhalb der Zeit

Dokumentarfilm, D 2012, 95 Min. Regie: Britta Mischer, Nana Yuriko

Ein faszinierendes Zeitdokument über den weltweit bekannten Club am Berliner Spreeufer. Von der Entstehung im Jahr 2004 bis zur Schließung im September 2010 begleitet der Film vier kreative Köpfe der Bar25 und zeigt eindrucksvoll, wie Visionen gelebt und gesellschaftliche Konventionen auf den Kopf gestellt werden.

Bewegende Bildwelten lassen den magischen Ort als Dokumärchen wiederauferstehen und entführen in eine Welt, die frei ist von Normen und Zeitgefühl. Eine Welt voller Leben, Lust und Leidenschaft. Der Entwurf einer Gegenkultur im 21. Jahrhundert.

Doch die Umstrukturierung des Spreeufers in Berlin macht auch vor der Bar25 keinen Halt, und so steht die Vertreibung aus dem Paradies bevor - jedoch nicht, ohne sich mit einem einzigartigen Spektakel zu verabschieden.

Kinderkino Do-So 16:15 Uhr

Tom und Hacke

FSK: 6 , empf. ab 9 J. Prädikat: besonders wertvoll. D/Ö 2012, 90 Min. Regie: Norbert Lechner. Drehbuch: Rudolf Herfurtner nach Mark Twains Roman Die Abenteuer von Tom Sawyer

Mark Twains Klassiker bekommt durch die Verlegung in eine bayrische Kleinstadt des Jahres 1948 überraschende neue Wendungen. Tom Sojer hat es faustdick hinter den Ohren. Statt seiner Tante Polli zu helfen, bei der er seit dem Tod seiner Eltern lebt, oder Hausaufgaben zu machen, heckt er mit seinem besten Freund Hacke lieber allerlei Streiche aus.

Ein liebevoll erzählter bayerischer Kinderkrimi vor dem Hintergrund von Nachkriegszeit, Schwarzmarkt, Not und Schiebereien, der kindgerecht ein Bild jener Zeit zeichnet und sich zu Recht auf seine charmanten Darsteller und die Atmosphäre verlässt.

Das singende, klingende Bäumchen Poster

Das singende, klingende Bäumchen 01

Das singende, klingende Bäumchen 02
Kinderkino Fr-So 15:00 Uhr

Das singende, klingende Bäumchen

FSK: 6, empf. ab Jahre, DDR 1957, 73 Min. Regie/Drehbuch: Francesco Stefani. Darsteller: Christel Bodenstein, Eckart Dux Prinz, Charles-Hans Vogt, Richard Krüger, Dorothea Thiesing, Fredy Barten

Um die Liebe der hochmütigen Prinzessin Tausendschön zu erringen, macht sich ein Prinz auf die Suche nach dem singenden, klingenden Bäumchen. Ausgerechnet vom bösen Zwerg erhält er das Gesuchte - unter einer Bedingung: Bis zum Abend muss das Bäumchen singen, was nur glückt, wenn die Königstochter ihn wirklich liebt.

Da sie aber hartherzig ist, wird der junge Mann zur Strafe in einen Bären verwandelt. So entführt er die gefühllose Schöne in den Zaubergarten, wo sie aufgrund ihrer boshaften Befehle zur Strafe ihrer Schönheit beraubt wird. Doch der Fluch des Zwergen kann gebrochen werden...

Eine sehr fantasiereiche und reizvolle Studioinszenierung mit farbenprächtigen Kulissen. In den 1960er Jahren strahlte die BBC die Märchenverfilmung jedes Jahr unter dem Motto Tales from Europe aus.

Die Schauspielerin Tilda Swinton zeigte 2008 den Klassiker auf ihrem Festival Ballerina Ballroom Cinema of Dreams.

Stellen Sie sich ein Märchen vor - von Wagner erdacht, gedreht unter der Regie von Fritz Lang mit Anspielungen auf Das Cabinet des Dr. Caligari und den lebhaften Farben des Zauberers von Oz – dann haben Sie ein ungefähres Bild. - 9th Jameson Belfast Film Festival 2009

06.-12.09.12

Programmarchiv 06.-12.09.12

Doppelleben Filmplakat

12.09. 20:00 Uhr Filmgespräch mit Douglas Wolfsperger

Do-Di 18:00 / Mi 20 Uhr

Doppelleben

D 2011, 80 Min. Regie: Douglas Wolfsperger

Wer ist Angela Merkel - und wenn ja, wie viele? Wer hätte gedacht, dass sich hinter einer Lübecker Hausfrau eine zweite Angie verbergen könnte? Oder dass eine badische Familienmutter aus ihrer Ähnlichkeit mit der Bundeskanzlerin Profit schlagen würde?

Das Phänomen von Doubles in einem Portät zweier Angela-Merkel-Doppelgängerinnen. Wie kann die vorübergehende Annahme einer fremden Identität die (eigene) Wahrnehmung neu definieren, aber auch verzerren? Der Film kratzt an der Oberfläche des Scheins und verhandelt auch Themen wie Neuanfang und Stagnation, Identitätsfindung und Persönlichkeitskrise auf unterhaltsame, aber nie oberflächliche Weise.

Ein Film über zwei gewöhnliche Frauen, denen etwas Außergewöhnliches zugestoßen ist, und die mit den Folgen von Fremdwahrnehmung, Erfolg und Krisen umgehen müssen.

Do-Di 19:45 / Mi 22 Uhr

Cosmopolis

OmU / Original version with German subtitles

Kanada/Frankreich 2012, 108 Min. Regie: David Cronenberg
Darsteller: Robert Pattinson, Juliette Binoche, Sarah Gadon

Eric Packer ist ein reicher und zynische r Spekulant. Unterwegs in einer Limousine zu einem Friseurtermin, führt ihn sein Weg durch die 47. Straße quer durch Manhattan. Doch seine Autofahrt wird zu einer 24stündigen Odyssee. Verfilmung von Don DeLillos gleichnamigen Roman.

programmkino.de: Natürlich bietet der Film mit seinen artifiziellen Bildern und seiner künstlerischen Verdichtung eine eigenwillige und bemerkenswerte Interpretation der inneren Mechanismen der Finanzwelt. Vor allem aber funktioniert er als Variante eines Themas, das seine rote Spur schon seit seinen frühen Body-Horror-Filmen durch Cronenbergs Werk zieht: Gewalt.

Ins Blaue Filmplakat

Filmgespräche mit Rudolf Thome: 30.08. 19:45 Uhr Tilsiter Lichtspiele // 15.09. 20:15 Uhr Kino Zukunft

Do-Di 21:45 / Mi 18 Uhr

Ins Blaue

D 2011, 105 Min. Regie: Rudolf Thome. Darsteller: Vadim Glowna, Alice Dwyer, Esther Zimmering, Janina Rudenska, Elisabeth-Marie Leistikow

Nike dreht ihren ersten Spielfilm. Ein Roadmovie quer durch Italien. Mit drei jungen Frauen - Eva, Josephine und Laura, die den Sinn des Lebens suchen. Sie treffen dabei auf einen Mönch, einen Fischer und einen Philosophen. Nikes Vater ist ihr Produzent, und weil er während der Dreharbeiten kein weiteres Geld von einer Filmförderungs-Institution bekommt, muss der Mönch auch die Rolle des Fischers und er selbst die Rolle des Philosophen übernehmen. Dabei vermischen sich Realität und Film zu einem Drama, das sich keiner der Beteiligten vorher vorstellen konnte.

kino-zeit.de: INS BLAUE ist ein echtes Geschenk – ein Film (eigentlich nicht einer, sondern ganz viele), der ganz einfach aussieht und der doch unendlich kompliziert und raffiniert ist, ohne dabei im Geringsten anzustrengen. Vielleicht, nein, ziemlich sicher ist Thome ja damit etwas gelungen, von dem seine Filmtochter Nike nur träumen konnte – eine Kombination aus den Qualitäten der Nouvelle Vague mit den Gegebenheiten des 21. Jahrhunderts zu realisieren.

Do-Fr 23:55 Uhr

Berlin Calling

mit engl. UT / German version with English subtitles

D 2008, 109 Min. Regie/Drehbuch: Hannes Stöhr. Musik: DJ Kalkbrenner
Darsteller: Paul Kalkbrenner, Rita Lengyel, Corinna Harfouch, Araba Walton, Udo Kroschwald, Henriette Müller, RP Kahl

Der Friedrichshainer DJ Paul Kalkbrenner ist Martin Karow ist DJ Ickarus und fliegt von Gig zu Gig, von Stadt zu Stadt und von einem Trip zum nächsten und von da in die Klinik. Psychiaterin Petra Pau (Corinna Harfouch) soll ihn von den Drogen runterbringen und therapieren, doch immer wieder bricht Ickarus die Regeln, flippt aus und feiert seine Exzesse.

Toller Film über Drogen, Musik und Rauschzustände, über das Musikbusiness und natürlich über Berlin und Friedrichshainer Hippness. Einer der besten deutschen Filme seit langer Zeit und der erfolgreichste Film bei uns in den Tilsiter Lichtspielen.

Sa-Mi 23:55 Uhr

Bar25 - Tage außerhalb der Zeit

Dokumentarfilm, D 2012, 95 Min. Regie: Britta Mischer, Nana Yuriko

Ein faszinierendes Zeitdokument über den weltweit bekannten Club am Berliner Spreeufer. Von der Entstehung im Jahr 2004 bis zur Schließung im September 2010 begleitet der Film vier kreative Köpfe der Bar25 und zeigt eindrucksvoll, wie Visionen gelebt und gesellschaftliche Konventionen auf den Kopf gestellt werden.

Bewegende Bildwelten lassen den magischen Ort als Dokumärchen wiederauferstehen und entführen in eine Welt, die frei ist von Normen und Zeitgefühl. Eine Welt voller Leben, Lust und Leidenschaft. Der Entwurf einer Gegenkultur im 21. Jahrhundert.

Doch die Umstrukturierung des Spreeufers in Berlin macht auch vor der Bar25 keinen Halt, und so steht die Vertreibung aus dem Paradies bevor - jedoch nicht, ohne sich mit einem einzigartigen Spektakel zu verabschieden.

Kinderkino Do-So 16:15 Uhr

Tom und Hacke

FSK: 6 , empf. ab 9 J. Prädikat: besonders wertvoll. D/Ö 2012, 90 Min. Regie: Norbert Lechner. Drehbuch: Rudolf Herfurtner nach Mark Twains Roman Die Abenteuer von Tom Sawyer

Mark Twains Klassiker bekommt durch die Verlegung in eine bayrische Kleinstadt des Jahres 1948 überraschende neue Wendungen. Tom Sojer hat es faustdick hinter den Ohren. Statt seiner Tante Polli zu helfen, bei der er seit dem Tod seiner Eltern lebt, oder Hausaufgaben zu machen, heckt er mit seinem besten Freund Hacke lieber allerlei Streiche aus.

Ein liebevoll erzählter bayerischer Kinderkrimi vor dem Hintergrund von Nachkriegszeit, Schwarzmarkt, Not und Schiebereien, der kindgerecht ein Bild jener Zeit zeichnet und sich zu Recht auf seine charmanten Darsteller und die Atmosphäre verlässt.

Das singende, klingende Bäumchen Poster

Das singende, klingende Bäumchen 01

Das singende, klingende Bäumchen 02
Kinderkino Fr-So 15:00 Uhr

Das singende, klingende Bäumchen

FSK: 6, empf. ab Jahre, DDR 1957, 73 Min. Regie/Drehbuch: Francesco Stefani. Darsteller: Christel Bodenstein, Eckart Dux Prinz, Charles-Hans Vogt, Richard Krüger, Dorothea Thiesing, Fredy Barten

Um die Liebe der hochmütigen Prinzessin Tausendschön zu erringen, macht sich ein Prinz auf die Suche nach dem singenden, klingenden Bäumchen. Ausgerechnet vom bösen Zwerg erhält er das Gesuchte - unter einer Bedingung: Bis zum Abend muss das Bäumchen singen, was nur glückt, wenn die Königstochter ihn wirklich liebt.

Da sie aber hartherzig ist, wird der junge Mann zur Strafe in einen Bären verwandelt. So entführt er die gefühllose Schöne in den Zaubergarten, wo sie aufgrund ihrer boshaften Befehle zur Strafe ihrer Schönheit beraubt wird. Doch der Fluch des Zwergen kann gebrochen werden...

Eine sehr fantasiereiche und reizvolle Studioinszenierung mit farbenprächtigen Kulissen. In den 1960er Jahren strahlte die BBC die Märchenverfilmung jedes Jahr unter dem Motto Tales from Europe aus.

Die Schauspielerin Tilda Swinton zeigte 2008 den Klassiker auf ihrem Festival Ballerina Ballroom Cinema of Dreams.

Stellen Sie sich ein Märchen vor - von Wagner erdacht, gedreht unter der Regie von Fritz Lang mit Anspielungen auf Das Cabinet des Dr. Caligari und den lebhaften Farben des Zauberers von Oz – dann haben Sie ein ungefähres Bild. - 9th Jameson Belfast Film Festival 2009

30.08.-05.09.12

Programmarchiv 30.08.-05.09.12

Do-Mi 18:00 Uhr

Doppelleben

D 2011, 80 Min. Regie: Douglas Wolfsperger

12.09. 20:00 Uhr Filmgespräch mit Douglas Wolfsperger

Wer ist Angela Merkel - und wenn ja, wie viele? Wer hätte gedacht, dass sich hinter einer Lübecker Hausfrau eine zweite Angie verbergen könnte? Oder dass eine badische Familienmutter aus ihrer Ähnlichkeit mit der Bundeskanzlerin Profit schlagen würde?

Das Phänomen von Doubles in einem Portät zweier Angela-Merkel-Doppelgängerinnen. Wie kann die vorübergehende Annahme einer fremden Identität die (eigene) Wahrnehmung neu definieren, aber auch verzerren? Der Film kratzt an der Oberfläche des Scheins und verhandelt auch Themen wie Neuanfang und Stagnation, Identitätsfindung und Persönlichkeitskrise auf unterhaltsame, aber nie oberflächliche Weise.

Ein Film über zwei gewöhnliche Frauen, denen etwas Außergewöhnliches zugestoßen ist, und die mit den Folgen von Fremdwahrnehmung, Erfolg und Krisen umgehen müssen.

Do-Mi 19:45 Uhr

Ins Blaue

D 2011, 105 Min. Regie: Rudolf Thome. Darsteller: Vadim Glowna, Alice Dwyer, Esther Zimmering, Janina Rudenska, Elisabeth-Marie Leistikow

Nike dreht ihren ersten Spielfilm. Ein Roadmovie quer durch Italien. Mit drei jungen Frauen - Eva, Josephine und Laura, die den Sinn des Lebens suchen. Sie treffen dabei auf einen Mönch, einen Fischer und einen Philosophen. Nikes Vater ist ihr Produzent, und weil er während der Dreharbeiten kein weiteres Geld von einer Filmförderungs-Institution bekommt, muss der Mönch auch die Rolle des Fischers und er selbst die Rolle des Philosophen übernehmen. Dabei vermischen sich Realität und Film zu einem Drama, das sich keiner der Beteiligten vorher vorstellen konnte.

kino-zeit.de: INS BLAUE ist ein echtes Geschenk – ein Film (eigentlich nicht einer, sondern ganz viele), der ganz einfach aussieht und der doch unendlich kompliziert und raffiniert ist, ohne dabei im Geringsten anzustrengen. Vielleicht, nein, ziemlich sicher ist Thome ja damit etwas gelungen, von dem seine Filmtochter Nike nur träumen konnte – eine Kombination aus den Qualitäten der Nouvelle Vague mit den Gegebenheiten des 21. Jahrhunderts zu realisieren.

Do-Mi 21:45 Uhr

Hasta la Vista!

Belgien 2011, 115 Min. Regie: Geoffrey Enthoven. Darsteller: Robrecht Vanden Thoren, Gilles de Schryver, Tom Audenaert, Isabelle de Hertogh

Drei Freunde verbindet eine gemeinsame Sehnsucht. Obwohl bereits in ihren Zwanzigern, hatten sie noch niemals Sex - und das soll sich schnellstens ändern! Doch das ist nicht ganz einfach, denn sie alle sind schwer behindert. Und so begeben sich die drei auf einen Road Trip der besonderen Art. Die berührende Tragikomödie begeisterte letztes Jahr bereits mit riesigem Erfolg das belgische Kino-Publikum.

Berliner Zeitung: Selten hat man eine so unheroische Zeichnung derartiger Schicksale gesehen und soviel trotzigen Humor... Der Belgier Enthoven vertraut auf einen Realismus, der seinen eigenen grotesken Slapstick hervorbringt. Man beißt sich auf die Zunge, aber nicht, weil man sich das Lachen aus Respekt verkneifen müsste. Sondern weil man staunt, wie es gelingt, ohne jede Herablassung auch schlimmsten Missgeschicken mit einem Augenzwinkern zu begegnen.

Do-Fr 23:55 Uhr

Berlin Calling

mit engl. UT / German version with English subtitles

D 2008, 109 Min. Regie/Drehbuch: Hannes Stöhr. Musik: DJ Kalkbrenner
Darsteller: Paul Kalkbrenner, Rita Lengyel, Corinna Harfouch, Araba Walton, Udo Kroschwald, Henriette Müller, RP Kahl

Der Friedrichshainer DJ Paul Kalkbrenner ist Martin Karow ist DJ Ickarus und fliegt von Gig zu Gig, von Stadt zu Stadt und von einem Trip zum nächsten und von da in die Klinik. Psychiaterin Petra Pau (Corinna Harfouch) soll ihn von den Drogen runterbringen und therapieren, doch immer wieder bricht Ickarus die Regeln, flippt aus und feiert seine Exzesse.

Toller Film über Drogen, Musik und Rauschzustände, über das Musikbusiness und natürlich über Berlin und Friedrichshainer Hippness. Einer der besten deutschen Filme seit langer Zeit und der erfolgreichste Film bei uns in den Tilsiter Lichtspielen.

Sa-Mi 23:55 Uhr

Bar25 - Tage außerhalb der Zeit

Dokumentarfilm, D 2012, 95 Min. Regie: Britta Mischer, Nana Yuriko

Ein faszinierendes Zeitdokument über den weltweit bekannten Club am Berliner Spreeufer. Von der Entstehung im Jahr 2004 bis zur Schließung im September 2010 begleitet der Film vier kreative Köpfe der Bar25 und zeigt eindrucksvoll, wie Visionen gelebt und gesellschaftliche Konventionen auf den Kopf gestellt werden.

Bewegende Bildwelten lassen den magischen Ort als Dokumärchen wiederauferstehen und entführen in eine Welt, die frei ist von Normen und Zeitgefühl. Eine Welt voller Leben, Lust und Leidenschaft. Der Entwurf einer Gegenkultur im 21. Jahrhundert.

Doch die Umstrukturierung des Spreeufers in Berlin macht auch vor der Bar25 keinen Halt, und so steht die Vertreibung aus dem Paradies bevor - jedoch nicht, ohne sich mit einem einzigartigen Spektakel zu verabschieden.

Kinderkino Do-So 16:15 Uhr

Pommes Essen

D 2012, 85 Min. Regie: Tina von Traben. Darsteller: Luise Risch, Marlene Risch, Tabea Willemsen, Thekla Carola Wied, Smudo, Anneke Kim Sarnau. FSK ab 0, empfohlen ab 6 Jahre, Prädikat: besonders wertvoll

Die drei Schwestern Patty, Selma und Lilo wohnen mit ihrer Mutter Frieda in Duisburg im Herzen des Ruhr gebiets. Frieda hat von ihrem Vater die legendäre Pommesbude "Freys Feyner Imbiss" und das Geheimrezept für die beliebte und unerreichte Currysauce geerbt. Ihr Bruder Walther hat dagegen ein kleines Fast-Food-Imperium aufgebaut. Alles was zu seinem Glück fehlt, ist das väterliche Rezept.

Ein Wettbewerb um das Stadion-Catering entwickelt sich zu einem Konkurrenzkampf zwischen den Schwestern und ihrem Onkel Walther. Er stellt die Gemeinschaft der drei Schwestern und den Zusammenhalt der Familie auf eine existentielle Probe. Besjana, die Schrottplatzbesitzerin, die den beiden Jüngeren mit Rat und Tat zur Seite steht, stellt sich im Wettbewerb als Joker heraus.

Kinderkino Fr-So 14:30 Uhr

Phoebe im Wunderland

USA 2008, 96 Min. Regie: Daniel Barnz. Darsteller: Elle Fanning, Patricia Clarkson, Felicity Huffman, Bill Pullman, Iain Colletti. FSK ab 6, empfohlen ab 10 Jahre

Die 9jährige Phoebe versteht die Welt nicht mehr. Sie hat immer Angst, etwas falsch zu machen. Irgendetwas stimmt nicht mit ihr. Aber wer kann ihr helfen? Ein bisschen Mut fasst Phoebe, als ihre neue Lehrerin Miss Dodger ihr die Hauptrolle in dem Theaterstück "Alice im Wunderland" anvertraut. Miss Dodger ist eine fantastische Lehrerin, die sich wirklich um ihre Schüler kümmert. Und außerdem fühlt sich Phoebe mit Alice aus dem Theaterstück sehr verbunden, denn geht es Alice nicht genau so wie ihr? Schließlich gerät sie auch in eine Welt, in der alles verrückt spielt.

Der schöne Kinderfilm wurde schon 2008 im Wettbewerb des Kinderfilmfestivals Lucas und auf dem Sundance Filmfestival gezeigt und ist bisher leider nicht in den deutschen Kinos gelaufen, auch wenn er sehr gute Kritiken erhielt, nicht zuletzt wegen der tollen Hauptdarstellerin.

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