04.-10.04.13

Programmarchiv 04. - 10. April 2013

Hannah Arendt

Siegel Prädikat besonders wertvoll

Die deutsch-jüdische Philosophin Hannah Arendt (Barbara Sukowa) muss ihr Heimatland verlassen. Geboren wurde sie 1906 in Linden nahe Hannover. Sie flüchtet vor dem Nationalsozialismus nach Amerika, wo sie unter anderem als Journalistin und Dozentin tätig ist. 1951 erhält sie die amerikanische Staatsbürgerschaft.

Zehn Jahre später nimmt sie einen Auftrag der Zeitung "The New Yorker" an und reist als Beobachterin zum Prozess gegen den SS-Mann Adolf Eichmanns nach Israel. Ihre Erkenntnisse fasst sie in ihrem Werk "Die Banalität des Bösen" zusammen. Damit tritt sie eine Kontroverse los, die nicht nur unter Theoretikern große Aufmerksamkeit hervorruft.

Programmkino.de » ... Auch wenn es keine leichte Kost ist: Es war längst überfällig, das packende Leinwandportrait über die legendäre Philosophin HANNAH ARENDT. Souverän stellt die versierte europäische Arthouse-Regisseurin Margarethe von Trotta ihre Zeit im New Yorker Exil und ihre Berichterstattung über den Prozess gegen den NS-Bürokraten Adolf Eichmann in den Mittelpunkt des Biopic. Herausragend verkörpert die preisgekrönte Schauspiel-Ikone des Neuen Deutschen Films Barbara Sukowa die unangepasste deutsch-jüdische Theoretikerin des 20. Jahrhunderts zwischen leidenschaftlichen Denken und Fühlen.

Drama/Biografie
D/F/Israel/Lux. 2012, 113 Min.
Prädikat besonders wertvoll
Regie: Margarethe von Trotta
Darsteller: Barbara Sukowa, Axel Milberg, Janet McTeer, Julia Jentsch, Ulrich Noethen, Michael Degen

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Hannah Arendt | Filmplakat

Django Unchained
Originalversion mit dt. Untertiteln

They took his freedom, he's taking everything.

Zwei Jahre vor Beginn des Bürgerkrieges wird der Sklave Django (Jamie Foxx) vom deutschen Kopfgeldjäger und ehemaligen Zahnarzt Dr. King Schultz (Christoph Waltz) aus grausamen Verhältnissen befreit. Nicht aus humanitären Gründen versteht sich, sondern damit Django ihm hilft, die drei mordenden Brittle-Brüder zur Strecke zu bringen. Das ist der Beginn einer wunderbaren Partnerschaft, zusammen jagen Django & Schultz diverse Verbrecher. Bis sie zur Farm von Calvin Candie (Leonardo DiCaprio) gelangen, wo Sklaven als Gladiatoren auf Leben und Tod kämpfen müssen.

Auszeichnungen: Oscar/Bester Nebendarsteller, Oscar/Bestes Originaldrehbuch, Golden Globe Award/Bester Nebendarsteller, Golden Globe Award/Bestes Filmdrehbuch, BAF Award/Bester Nebendarsteller, BAFTY Award/Bestes Originaldrehbuch, NBR Award/Bester Nebendarsteller, BFCA Award/Bestes Drehbuch

Telepolis » ... Rodriguez hat mit "Machete" schon die blutige Rache der mexikanischen US-Einwanderer inszeniert, Tarantino jagte in "Inglourious Basterds" die gesamte Nazi-Führungsriege in die Luft - zum Entzücken vieler Antifaschisten. Diesen tollkühnen Triumph kann "Django unchained" zwar nicht bieten, aber dafür einen vollwertigen Blaxploitation-Film mit großartigen Dialogen, bester Schauspiel-Inszenierung und natürlich ein bisschen Splatter-Schabernack.

Neo-Western, USA 2012, 165 Min.
Regie/Buch: Quentin Tarantino
Darsteller: Jamie Foxx, Christoph Waltz, Leonardo DiCaprio, Kerry Washington, Samuel L. Jackson, Zoë Bell, Don Johnson, Franco Nero, James Russo, Quentin Tarantino

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Django Unchained | Filmplakat

Kinderkino

Der Mondmann

Siegel Prädikat besonders wertvoll

Es gibt ihn wirklich, den MONDMANN. Er ist ein sehr neugieriges Wesen und möchte nur zu gern wissen, wie es auf der Erde so ist. Er nimmt den nächsten Kometen und beginnt ein tolles Abenteuer: Blumen, Tiere, Düfte lernt er auf der Erde kennen - und den schlauen Erfinder Bunsen van der Dunkel. Der hat so was wie den Mondmann noch nie gesehen und ist ganz fasziniert. Die beiden werden Freunde. Nur der mächtige Präsident hält den Mondmann für eine gefährliche Bedrohung. Er ist das Oberhaupt der Erde und möchte nun auch den Mond erobern - und unbedingt den Mondmann einfangen. Dafür soll ihm der Erfinder van der Dunkel eine Rakete bauen.

Die fantasievolle Verfilmung des Buchklassikers von Tomi Ungerer, erschienen 1966, lässt uns unsere Welt ganz neu entdecken. Und als Erzähler der Geschichte spricht Tomi Ungerer selbst.

FBW » ... Ein Zeichentrickabenteuer voller liebevoll ausgestalteter Figuren und unterhaltsam spannender Handlung, getragen von klugen Ideen und immer wieder überraschenden Einfällen, sowie charakterisiert durch überlegt eingesetzte Farben und Formen, sich harmonisch einfügende Musik und außerdem eine kluge Bildkomposition und Montage. ...
Auf sinnliche und unterhaltsame Weise werden Fragen aufgeworfen nach Vertrauen und Freunschaft, Verrat und Lüge, Fantasie und Schönheit oder auch Verfolgung und Willkür.

FSK: 0, empf. ab 6 Jahre
Prädikat besonders wertvoll
Animation, D/F/IRL 2012, 95 Min.
Regie: Stephan Schesch
Stimmen: Katharina Thalbach, Ulrich Tukur, Ulrich Noethen, Corinna Harfouch, Tomi Ungerer

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Der Mondmann | Filmplakat

Der Hirsch mit dem goldenen Geweih

Weil die Zwillinge Maschenka und Daschenka beim Pilzesuchen zu tief in den Wald hineingehen, verwandelt die Hexe Baba-Jaga sie in Rehe. Verzweifelt macht sich die Mutter auf die Suche nach ihren Töchtern und begegnet dabei dem Hirsch mit dem goldenen Geweih, den sie vor Räubern schützt. Zum Dank erhält sie einen Ring, der ihr in Zeiten der Not helfen soll. Die Mutter fragt die Sonne, den Mond und den Wind, ob sie ihre Zwillinge gesehen haben. Aber nur der Wind weiß etwas. So gelangt die Mutter in das Reich der Hexe Baba-Jaga.

Der sowjetische Schauspieler Georgi Milljar ist hier wieder in seiner legendären Rolle als Hexe Baba Jaga zu sehen, die er auch in den anderen Märchenfilmen von Alexander Rou genussvoll verkörperte - so in Feuer, Wasser und Posaunen, Väterchen Frost und Die schöne Wassilissa.

Moviepilot » ... Sprechende Tiere, Kobolde, Pilze, die husten können und eine hässliche Hexe, die ein ergreifendes Lied auf der Bratpfanne vorträgt und Personalprobleme hat – so etwas gibt es nur im russischen Märchenwald. Da leben auch Räuber, deren gefährlichste Waffe der Gesang ist, und natürlich der zaubermächtige Hirsch. Aber daran kann man wohl erst glauben, wenn man es gesehen hat.
FSK: 0, empf. ab 6 Jahre

Märchenfilm, UdSSR 1973, 66 Min. Regie: Alexander Rou, W. Makarow

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Der Hirsch mit dem goldenen Geweih | Russisches Filmplakat

11.-17.04.13

Programmarchiv 11. - 17. April 2013

Hannah Arendt

Siegel Prädikat besonders wertvoll

Die deutsch-jüdische Philosophin Hannah Arendt (Barbara Sukowa) muss ihr Heimatland verlassen. Geboren wurde sie 1906 in Linden nahe Hannover. Sie flüchtet vor dem Nationalsozialismus nach Amerika, wo sie unter anderem als Journalistin und Dozentin tätig ist. 1951 erhält sie die amerikanische Staatsbürgerschaft.

Zehn Jahre später nimmt sie einen Auftrag der Zeitung "The New Yorker" an und reist als Beobachterin zum Prozess gegen den SS-Mann Adolf Eichmanns nach Israel. Ihre Erkenntnisse fasst sie in ihrem Werk "Die Banalität des Bösen" zusammen. Damit tritt sie eine Kontroverse los, die nicht nur unter Theoretikern große Aufmerksamkeit hervorruft.

Programmkino.de » ... Auch wenn es keine leichte Kost ist: Es war längst überfällig, das packende Leinwandportrait über die legendäre Philosophin HANNAH ARENDT. Souverän stellt die versierte europäische Arthouse-Regisseurin Margarethe von Trotta ihre Zeit im New Yorker Exil und ihre Berichterstattung über den Prozess gegen den NS-Bürokraten Adolf Eichmann in den Mittelpunkt des Biopic. Herausragend verkörpert die preisgekrönte Schauspiel-Ikone des Neuen Deutschen Films Barbara Sukowa die unangepasste deutsch-jüdische Theoretikerin des 20. Jahrhunderts zwischen leidenschaftlichen Denken und Fühlen.

Drama/Biografie
D/F/Israel/Lux. 2012, 113 Min.
Prädikat besonders wertvoll
Regie: Margarethe von Trotta
Darsteller: Barbara Sukowa, Axel Milberg, Janet McTeer, Julia Jentsch, Ulrich Noethen, Michael Degen

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Hannah Arendt | Filmplakat

Paradies: Glaube

"Fassbinder ist tot, also gab uns Gott Ulrich Seidl."
John Waters

Anna Maria ist strengste Katholikin. Sie rutscht auf Knien betend durch die Wohnung, ihr Haus hat mehr Kruzifixe als eine Kirche und zur Strafe für fremde Sünden peitscht sie sich aus. Eines Tages kehrt ihr Ehemann Nabil, ein im Rollstuhl sitzender Moslem, nach Jahren der Abwesenheit aus Ägypten zurück und fordert seine Rechte als Ehemann ein. Ein Kleinkrieg um Ehe und Religion beginnt.

Zweiter Teil von Ulrich Seidls Paradies-Trilogie. Die abgründige Liebesgeschichte im Zeichen des Kreuzes erzählt, was es heißt, das Kreuz auf sich zu nehmen. Ausgezeichnet mit dem Spezialpreis der Jury beim Filmfestival in Venedig 2012.

Der Spiegel » ... All das könnte man fast für Satire halten, würde es nicht von Maria Hofstätter absolut überzeugend vorgeführt. Die österreichische Schauspielerin, seit Mitte der Neunziger bei Seidls filmischen Exaggerationen dabei, spielt diese religiöse Irrläuferin mit solcher Hingabe und Entschlossenheit, dass die Frau zusehends normal erscheint. Doch wie immer bei Seidl erwächst aus der Normalität das Monströse. Und so verbirgt sich hinter dem selbstgenügsamen Idyll der masochistischen Flagellantin zwischen masturbativem Konklave und meditativem Heimorgelspiel auch ein säkularer Horror.

Drama, Ö/F/D 2012, 113 Min.
Regie: Ulrich Seidl
Darsteller: Maria Hofstätter, Nabil Saleh, Natalya Baranova

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Paradies: Glaube - Ulrich Seidl | Filmplakat

Django Unchained
Originalversion mit dt. Untertiteln

They took his freedom, he's taking everything.

Zwei Jahre vor Beginn des Bürgerkrieges wird der Sklave Django (Jamie Foxx) vom deutschen Kopfgeldjäger und ehemaligen Zahnarzt Dr. King Schultz (Christoph Waltz) aus grausamen Verhältnissen befreit. Nicht aus humanitären Gründen versteht sich, sondern damit Django ihm hilft, die drei mordenden Brittle-Brüder zur Strecke zu bringen. Das ist der Beginn einer wunderbaren Partnerschaft, zusammen jagen Django & Schultz diverse Verbrecher. Bis sie zur Farm von Calvin Candie (Leonardo DiCaprio) gelangen, wo Sklaven als Gladiatoren auf Leben und Tod kämpfen müssen.

Auszeichnungen: Oscar/Bester Nebendarsteller, Oscar/Bestes Originaldrehbuch, Golden Globe Award/Bester Nebendarsteller, Golden Globe Award/Bestes Filmdrehbuch, BAF Award/Bester Nebendarsteller, BAFTY Award/Bestes Originaldrehbuch, NBR Award/Bester Nebendarsteller, BFCA Award/Bestes Drehbuch

Telepolis » ... Rodriguez hat mit "Machete" schon die blutige Rache der mexikanischen US-Einwanderer inszeniert, Tarantino jagte in "Inglourious Basterds" die gesamte Nazi-Führungsriege in die Luft - zum Entzücken vieler Antifaschisten. Diesen tollkühnen Triumph kann "Django unchained" zwar nicht bieten, aber dafür einen vollwertigen Blaxploitation-Film mit großartigen Dialogen, bester Schauspiel-Inszenierung und natürlich ein bisschen Splatter-Schabernack.

Neo-Western, USA 2012, 165 Min.
Regie/Buch: Quentin Tarantino
Darsteller: Jamie Foxx, Christoph Waltz, Leonardo DiCaprio, Kerry Washington, Samuel L. Jackson, Zoë Bell, Don Johnson, Franco Nero, James Russo, Quentin Tarantino

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Django Unchained | Filmplakat

Kinderkino

Der Mondmann

Siegel Prädikat besonders wertvoll

Es gibt ihn wirklich, den MONDMANN. Er ist ein sehr neugieriges Wesen und möchte nur zu gern wissen, wie es auf der Erde so ist. Er nimmt den nächsten Kometen und beginnt ein tolles Abenteuer: Blumen, Tiere, Düfte lernt er auf der Erde kennen - und den schlauen Erfinder Bunsen van der Dunkel. Der hat so was wie den Mondmann noch nie gesehen und ist ganz fasziniert. Die beiden werden Freunde. Nur der mächtige Präsident hält den Mondmann für eine gefährliche Bedrohung. Er ist das Oberhaupt der Erde und möchte nun auch den Mond erobern - und unbedingt den Mondmann einfangen. Dafür soll ihm der Erfinder van der Dunkel eine Rakete bauen.

Die fantasievolle Verfilmung des Buchklassikers von Tomi Ungerer, erschienen 1966, lässt uns unsere Welt ganz neu entdecken. Und als Erzähler der Geschichte spricht Tomi Ungerer selbst.

FBW » ... Ein Zeichentrickabenteuer voller liebevoll ausgestalteter Figuren und unterhaltsam spannender Handlung, getragen von klugen Ideen und immer wieder überraschenden Einfällen, sowie charakterisiert durch überlegt eingesetzte Farben und Formen, sich harmonisch einfügende Musik und außerdem eine kluge Bildkomposition und Montage. ...
Auf sinnliche und unterhaltsame Weise werden Fragen aufgeworfen nach Vertrauen und Freunschaft, Verrat und Lüge, Fantasie und Schönheit oder auch Verfolgung und Willkür.

FSK: 0, empf. ab 6 Jahre
Prädikat besonders wertvoll
Animation, D/F/IRL 2012, 95 Min.
Regie: Stephan Schesch
Stimmen: Katharina Thalbach, Ulrich Tukur, Ulrich Noethen, Corinna Harfouch, Tomi Ungerer

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Der Mondmann | Filmplakat

Der Hirsch mit dem goldenen Geweih

Weil die Zwillinge Maschenka und Daschenka beim Pilzesuchen zu tief in den Wald hineingehen, verwandelt die Hexe Baba-Jaga sie in Rehe. Verzweifelt macht sich die Mutter auf die Suche nach ihren Töchtern und begegnet dabei dem Hirsch mit dem goldenen Geweih, den sie vor Räubern schützt. Zum Dank erhält sie einen Ring, der ihr in Zeiten der Not helfen soll. Die Mutter fragt die Sonne, den Mond und den Wind, ob sie ihre Zwillinge gesehen haben. Aber nur der Wind weiß etwas. So gelangt die Mutter in das Reich der Hexe Baba-Jaga.

Der sowjetische Schauspieler Georgi Milljar ist hier wieder in seiner legendären Rolle als Hexe Baba Jaga zu sehen, die er auch in den anderen Märchenfilmen von Alexander Rou genussvoll verkörperte - so in Feuer, Wasser und Posaunen, Väterchen Frost und Die schöne Wassilissa.

Moviepilot » ... Sprechende Tiere, Kobolde, Pilze, die husten können und eine hässliche Hexe, die ein ergreifendes Lied auf der Bratpfanne vorträgt und Personalprobleme hat – so etwas gibt es nur im russischen Märchenwald. Da leben auch Räuber, deren gefährlichste Waffe der Gesang ist, und natürlich der zaubermächtige Hirsch. Aber daran kann man wohl erst glauben, wenn man es gesehen hat.
FSK: 0, empf. ab 6 Jahre

Märchenfilm, UdSSR 1973, 66 Min. Regie: Alexander Rou, W. Makarow

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Der Hirsch mit dem goldenen Geweih | Russisches Filmplakat

18.-24.04.13

Programmarchiv 18. - 24. April 2013

Hannah Arendt

Siegel Prädikat besonders wertvoll

Die deutsch-jüdische Philosophin Hannah Arendt (Barbara Sukowa) muss ihr Heimatland verlassen. Geboren wurde sie 1906 in Linden nahe Hannover. Sie flüchtet vor dem Nationalsozialismus nach Amerika, wo sie unter anderem als Journalistin und Dozentin tätig ist. 1951 erhält sie die amerikanische Staatsbürgerschaft.

Zehn Jahre später nimmt sie einen Auftrag der Zeitung "The New Yorker" an und reist als Beobachterin zum Prozess gegen den SS-Mann Adolf Eichmanns nach Israel. Ihre Erkenntnisse fasst sie in ihrem Werk "Die Banalität des Bösen" zusammen. Damit tritt sie eine Kontroverse los, die nicht nur unter Theoretikern große Aufmerksamkeit hervorruft.

Programmkino.de » ... Auch wenn es keine leichte Kost ist: Es war längst überfällig, das packende Leinwandportrait über die legendäre Philosophin HANNAH ARENDT. Souverän stellt die versierte europäische Arthouse-Regisseurin Margarethe von Trotta ihre Zeit im New Yorker Exil und ihre Berichterstattung über den Prozess gegen den NS-Bürokraten Adolf Eichmann in den Mittelpunkt des Biopic. Herausragend verkörpert die preisgekrönte Schauspiel-Ikone des Neuen Deutschen Films Barbara Sukowa die unangepasste deutsch-jüdische Theoretikerin des 20. Jahrhunderts zwischen leidenschaftlichen Denken und Fühlen.

Drama/Biografie
D/F/Israel/Lux. 2012, 113 Min.
Prädikat besonders wertvoll
Regie: Margarethe von Trotta
Darsteller: Barbara Sukowa, Axel Milberg, Janet McTeer, Julia Jentsch, Ulrich Noethen, Michael Degen

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Hannah Arendt | Filmplakat

Paradies: Glaube

"Fassbinder ist tot, also gab uns Gott Ulrich Seidl."
John Waters

Anna Maria ist strengste Katholikin. Sie rutscht auf Knien betend durch die Wohnung, ihr Haus hat mehr Kruzifixe als eine Kirche und zur Strafe für fremde Sünden peitscht sie sich aus. Eines Tages kehrt ihr Ehemann Nabil, ein im Rollstuhl sitzender Moslem, nach Jahren der Abwesenheit aus Ägypten zurück und fordert seine Rechte als Ehemann ein. Ein Kleinkrieg um Ehe und Religion beginnt.

Zweiter Teil von Ulrich Seidls Paradies-Trilogie. Die abgründige Liebesgeschichte im Zeichen des Kreuzes erzählt, was es heißt, das Kreuz auf sich zu nehmen. Ausgezeichnet mit dem Spezialpreis der Jury beim Filmfestival in Venedig 2012.

Der Spiegel » ... All das könnte man fast für Satire halten, würde es nicht von Maria Hofstätter absolut überzeugend vorgeführt. Die österreichische Schauspielerin, seit Mitte der Neunziger bei Seidls filmischen Exaggerationen dabei, spielt diese religiöse Irrläuferin mit solcher Hingabe und Entschlossenheit, dass die Frau zusehends normal erscheint. Doch wie immer bei Seidl erwächst aus der Normalität das Monströse. Und so verbirgt sich hinter dem selbstgenügsamen Idyll der masochistischen Flagellantin zwischen masturbativem Konklave und meditativem Heimorgelspiel auch ein säkularer Horror.

Drama, Ö/F/D 2012, 113 Min.
Regie: Ulrich Seidl
Darsteller: Maria Hofstätter, Nabil Saleh, Natalya Baranova

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Paradies: Glaube - Ulrich Seidl | Filmplakat

Django Unchained
Originalversion mit dt. Untertiteln

They took his freedom, he's taking everything.

Zwei Jahre vor Beginn des Bürgerkrieges wird der Sklave Django (Jamie Foxx) vom deutschen Kopfgeldjäger und ehemaligen Zahnarzt Dr. King Schultz (Christoph Waltz) aus grausamen Verhältnissen befreit. Nicht aus humanitären Gründen versteht sich, sondern damit Django ihm hilft, die drei mordenden Brittle-Brüder zur Strecke zu bringen. Das ist der Beginn einer wunderbaren Partnerschaft, zusammen jagen Django & Schultz diverse Verbrecher. Bis sie zur Farm von Calvin Candie (Leonardo DiCaprio) gelangen, wo Sklaven als Gladiatoren auf Leben und Tod kämpfen müssen.

Auszeichnungen: Oscar/Bester Nebendarsteller, Oscar/Bestes Originaldrehbuch, Golden Globe Award/Bester Nebendarsteller, Golden Globe Award/Bestes Filmdrehbuch, BAF Award/Bester Nebendarsteller, BAFTY Award/Bestes Originaldrehbuch, NBR Award/Bester Nebendarsteller, BFCA Award/Bestes Drehbuch

Telepolis » ... Rodriguez hat mit "Machete" schon die blutige Rache der mexikanischen US-Einwanderer inszeniert, Tarantino jagte in "Inglourious Basterds" die gesamte Nazi-Führungsriege in die Luft - zum Entzücken vieler Antifaschisten. Diesen tollkühnen Triumph kann "Django unchained" zwar nicht bieten, aber dafür einen vollwertigen Blaxploitation-Film mit großartigen Dialogen, bester Schauspiel-Inszenierung und natürlich ein bisschen Splatter-Schabernack.

Neo-Western, USA 2012, 165 Min.
Regie/Buch: Quentin Tarantino
Darsteller: Jamie Foxx, Christoph Waltz, Leonardo DiCaprio, Kerry Washington, Samuel L. Jackson, Zoë Bell, Don Johnson, Franco Nero, James Russo, Quentin Tarantino

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Django Unchained | Filmplakat

Kinderkino

Der Mondmann

Siegel Prädikat besonders wertvoll

Es gibt ihn wirklich, den MONDMANN. Er ist ein sehr neugieriges Wesen und möchte nur zu gern wissen, wie es auf der Erde so ist. Er nimmt den nächsten Kometen und beginnt ein tolles Abenteuer: Blumen, Tiere, Düfte lernt er auf der Erde kennen - und den schlauen Erfinder Bunsen van der Dunkel. Der hat so was wie den Mondmann noch nie gesehen und ist ganz fasziniert. Die beiden werden Freunde. Nur der mächtige Präsident hält den Mondmann für eine gefährliche Bedrohung. Er ist das Oberhaupt der Erde und möchte nun auch den Mond erobern - und unbedingt den Mondmann einfangen. Dafür soll ihm der Erfinder van der Dunkel eine Rakete bauen.

Die fantasievolle Verfilmung des Buchklassikers von Tomi Ungerer, erschienen 1966, lässt uns unsere Welt ganz neu entdecken. Und als Erzähler der Geschichte spricht Tomi Ungerer selbst.

FBW » ... Ein Zeichentrickabenteuer voller liebevoll ausgestalteter Figuren und unterhaltsam spannender Handlung, getragen von klugen Ideen und immer wieder überraschenden Einfällen, sowie charakterisiert durch überlegt eingesetzte Farben und Formen, sich harmonisch einfügende Musik und außerdem eine kluge Bildkomposition und Montage. ...
Auf sinnliche und unterhaltsame Weise werden Fragen aufgeworfen nach Vertrauen und Freunschaft, Verrat und Lüge, Fantasie und Schönheit oder auch Verfolgung und Willkür.

FSK: 0, empf. ab 6 Jahre
Prädikat besonders wertvoll
Animation, D/F/IRL 2012, 95 Min.
Regie: Stephan Schesch
Stimmen: Katharina Thalbach, Ulrich Tukur, Ulrich Noethen, Corinna Harfouch, Tomi Ungerer

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Der Mondmann | Filmplakat

Der Hirsch mit dem goldenen Geweih

Weil die Zwillinge Maschenka und Daschenka beim Pilzesuchen zu tief in den Wald hineingehen, verwandelt die Hexe Baba-Jaga sie in Rehe. Verzweifelt macht sich die Mutter auf die Suche nach ihren Töchtern und begegnet dabei dem Hirsch mit dem goldenen Geweih, den sie vor Räubern schützt. Zum Dank erhält sie einen Ring, der ihr in Zeiten der Not helfen soll. Die Mutter fragt die Sonne, den Mond und den Wind, ob sie ihre Zwillinge gesehen haben. Aber nur der Wind weiß etwas. So gelangt die Mutter in das Reich der Hexe Baba-Jaga.

Der sowjetische Schauspieler Georgi Milljar ist hier wieder in seiner legendären Rolle als Hexe Baba Jaga zu sehen, die er auch in den anderen Märchenfilmen von Alexander Rou genussvoll verkörperte - so in Feuer, Wasser und Posaunen, Väterchen Frost und Die schöne Wassilissa.

Moviepilot » ... Sprechende Tiere, Kobolde, Pilze, die husten können und eine hässliche Hexe, die ein ergreifendes Lied auf der Bratpfanne vorträgt und Personalprobleme hat – so etwas gibt es nur im russischen Märchenwald. Da leben auch Räuber, deren gefährlichste Waffe der Gesang ist, und natürlich der zaubermächtige Hirsch. Aber daran kann man wohl erst glauben, wenn man es gesehen hat.
FSK: 0, empf. ab 6 Jahre

Märchenfilm, UdSSR 1973, 66 Min. Regie: Alexander Rou, W. Makarow

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Der Hirsch mit dem goldenen Geweih | Russisches Filmplakat

25.04.-01.05.13

Programmarchiv 25. April - 01. Mai 2013

Hai-Alarm am Müggelsee

Alarm in der Bölschestraße! Das hat es noch nie gegeben – ein Hai macht den Müggelsee unsicher. Und so absurd die Ausgangsidee ist auch der ganze Film, ein unerschrockenes Possenspiel mit diversen Schauspieler-Stars, die teilweise ohne Gage mitspielten.

Die Filmemacher Sven Regener und Leander Haußmann sind für ihren sehr eigenen Humor bekannt. "Hai-Alarm am Müggelsee" ist eine sehr, sehr langsame Komödie. Freunde der sehr, sehr langsamen Komödie sind hier sehr, sehr, sehr richtig.
Der Tagesspiegel
Wenn man die gängigen Marketing-Etikette wie "schräg" oder gar "anarchisch" einmal außer Acht lässt, dann lässt sich "Hai-Alarm am Müggelsee" am besten als Film beschreiben, dessen Humor bewusst andere Menschen ausschließt; die Komödie als hermetisch abgeschlossene Phantasie zweier Egos, sozusagen.
Der Spiegel
Vielmehr entwickelt sich der Film zu einer Art Provinzposse in einer Kulisse, die wirkt, als hätten sie Lars von Triers Dogville mit Hilfe des Augsburger-Puppenkiste-Inventars zu inszenieren versucht.
critic.de
Die Farce hat in der deutschen Filmlandschaft keine große Tradition. Zu albern, heißt es oft, und zu zahnlos. Letzteres kann man dem Film von Leander Haußmann und Sven Regener sicher nicht vorwerfen. Bevor überhaupt etwas beginnt, wird dem Bademeister die Hand abgebissen. Doch das soll sein Schaden nicht sein. Ein Heidenspaß ist dieser Film, witzig, tabulos und übertrieben – eben eine gelungene Farce.
epd Film

Komödie, D 2013, 103 Min.
Regie: Leander Haußmann, Sven Regener
Darsteller: Henry Hübchen, Michael Gwisdek, Uwe Dag Berlin, Anna-Maria Hirsch, Tom Schilling, Benno Fürmann, Annika Kuhl, Detlev Buck, Katharina Thalbach, Horst Pinnow

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Hai-Alarm am Müggelsee | Filmplakat

Paradies: Glaube

"Fassbinder ist tot, also gab uns Gott Ulrich Seidl."
John Waters

Anna Maria ist strengste Katholikin. Sie rutscht auf Knien betend durch die Wohnung, ihr Haus hat mehr Kruzifixe als eine Kirche und zur Strafe für fremde Sünden peitscht sie sich aus. Eines Tages kehrt ihr Ehemann Nabil, ein im Rollstuhl sitzender Moslem, nach Jahren der Abwesenheit aus Ägypten zurück und fordert seine Rechte als Ehemann ein. Ein Kleinkrieg um Ehe und Religion beginnt.

Zweiter Teil von Ulrich Seidls Paradies-Trilogie. Die abgründige Liebesgeschichte im Zeichen des Kreuzes erzählt, was es heißt, das Kreuz auf sich zu nehmen. Ausgezeichnet mit dem Spezialpreis der Jury beim Filmfestival in Venedig 2012.

Der Spiegel » ... All das könnte man fast für Satire halten, würde es nicht von Maria Hofstätter absolut überzeugend vorgeführt. Die österreichische Schauspielerin, seit Mitte der Neunziger bei Seidls filmischen Exaggerationen dabei, spielt diese religiöse Irrläuferin mit solcher Hingabe und Entschlossenheit, dass die Frau zusehends normal erscheint. Doch wie immer bei Seidl erwächst aus der Normalität das Monströse. Und so verbirgt sich hinter dem selbstgenügsamen Idyll der masochistischen Flagellantin zwischen masturbativem Konklave und meditativem Heimorgelspiel auch ein säkularer Horror.

Drama, Ö/F/D 2012, 113 Min.
Regie: Ulrich Seidl
Darsteller: Maria Hofstätter, Nabil Saleh, Natalya Baranova

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Paradies: Glaube - Ulrich Seidl | Filmplakat

Das läuft im Kinderkino

Der Mondmann

Siegel Prädikat besonders wertvoll

Es gibt ihn wirklich, den MONDMANN. Er ist ein sehr neugieriges Wesen und möchte nur zu gern wissen, wie es auf der Erde so ist. Er nimmt den nächsten Kometen und beginnt ein tolles Abenteuer: Blumen, Tiere, Düfte lernt er auf der Erde kennen - und den schlauen Erfinder Bunsen van der Dunkel. Der hat so was wie den Mondmann noch nie gesehen und ist ganz fasziniert. Die beiden werden Freunde. Nur der mächtige Präsident hält den Mondmann für eine gefährliche Bedrohung. Er ist das Oberhaupt der Erde und möchte nun auch den Mond erobern - und unbedingt den Mondmann einfangen. Dafür soll ihm der Erfinder van der Dunkel eine Rakete bauen.

Die fantasievolle Verfilmung des Buchklassikers von Tomi Ungerer, erschienen 1966, lässt uns unsere Welt ganz neu entdecken. Und als Erzähler der Geschichte spricht Tomi Ungerer selbst.

FBW » ... Ein Zeichentrickabenteuer voller liebevoll ausgestalteter Figuren und unterhaltsam spannender Handlung, getragen von klugen Ideen und immer wieder überraschenden Einfällen, sowie charakterisiert durch überlegt eingesetzte Farben und Formen, sich harmonisch einfügende Musik und außerdem eine kluge Bildkomposition und Montage. ...
Auf sinnliche und unterhaltsame Weise werden Fragen aufgeworfen nach Vertrauen und Freunschaft, Verrat und Lüge, Fantasie und Schönheit oder auch Verfolgung und Willkür.

FSK: 0, empf. ab 6 Jahre
Prädikat besonders wertvoll
Animation, D/F/IRL 2012, 95 Min.
Regie: Stephan Schesch
Stimmen: Katharina Thalbach, Ulrich Tukur, Ulrich Noethen, Corinna Harfouch, Tomi Ungerer

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Der Mondmann | Filmplakat

Der Hirsch mit dem goldenen Geweih

Weil die Zwillinge Maschenka und Daschenka beim Pilzesuchen zu tief in den Wald hineingehen, verwandelt die Hexe Baba-Jaga sie in Rehe. Verzweifelt macht sich die Mutter auf die Suche nach ihren Töchtern und begegnet dabei dem Hirsch mit dem goldenen Geweih, den sie vor Räubern schützt. Zum Dank erhält sie einen Ring, der ihr in Zeiten der Not helfen soll. Die Mutter fragt die Sonne, den Mond und den Wind, ob sie ihre Zwillinge gesehen haben. Aber nur der Wind weiß etwas. So gelangt die Mutter in das Reich der Hexe Baba-Jaga.

Der sowjetische Schauspieler Georgi Milljar ist hier wieder in seiner legendären Rolle als Hexe Baba Jaga zu sehen, die er auch in den anderen Märchenfilmen von Alexander Rou genussvoll verkörperte - so in Feuer, Wasser und Posaunen, Väterchen Frost und Die schöne Wassilissa.

Moviepilot » ... Sprechende Tiere, Kobolde, Pilze, die husten können und eine hässliche Hexe, die ein ergreifendes Lied auf der Bratpfanne vorträgt und Personalprobleme hat – so etwas gibt es nur im russischen Märchenwald. Da leben auch Räuber, deren gefährlichste Waffe der Gesang ist, und natürlich der zaubermächtige Hirsch. Aber daran kann man wohl erst glauben, wenn man es gesehen hat.
FSK: 0, empf. ab 6 Jahre

Märchenfilm, UdSSR 1973, 66 Min. Regie: Alexander Rou, W. Makarow

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Der Hirsch mit dem goldenen Geweih | Russisches Filmplakat

Erwin C. Dietrich - Exploitation C. Double

Geheimcode: Wildgänse mit Klaus Kinski

27.04. Exploitation Cinema Double

Erwin C. Dietrich Abend

Der 1930 geborene Schweizer Filmregisseur, Produzent, Schauspieler, Drehbuchautor und Kinobetreiber Erwin C. Dietrich ist einer der bedeutendsten Vertreter des europäischen Exploitationkinos.

Von 1955 bis 1990 drehte und produzierte er zahllose Genre- und Sexfilme, darunter Trashperlen wie Die Stewardessen (1971) mit Ingrid Steeger, Eine Armee Gretchen (1973), Die Wildgänse kommen (1978) mit Richard Burton und Roger Moore, Die Seewölfe kommen (1980) mit Gregory Peck und Roger Moore und Geheimcode: Wildgänse (1984) mit Lee van Cleef und Klaus Kinski.

Recht ergiebig war die Zusammenarbeit mit dem letzte Woche im Alter von fast 83 Jahren verstorbenen spanischen Regisseur Jess Franco. Es entstanden Filme wie Frauengefängnis (1976), Jack the Ripper (1976) mit Klaus Kinski und Liebesbriefe einer portugiesischen Nonne (1977).

Ein ausführliches und unterhaltsames Interview mit Erwin C. Dietrich führte 1991 die Splatting Image »

20:00 Uhr

Geheimcode: Wildgänse

D/Italien 1984, Regie: Antonio Margheriti

Ein Klassiker des Söldnerfilms, mit Lewis Collins, Lee van Cleef, Ernest Borgnine, Klaus Kinski, Manfred Lehmann und Thomas Danneberg.

22:15 Uhr

Django Nudo und die lüsternen Mädchen von Porno Hill

USA/D 1968, Regie: Byron Mabe

Eine junge Lehrerin reist mit einer Schatzkarte nach Porno Hill, wo sie Probleme mit der lesbischen Puffmutter bekommt. Doch Django hilft, wo er kann. Absurder Sex-Western, für den ECD extra Sexszenen nachdrehen ließ, um den Film "aufzuwerten".

Django Nudo und die lüsternen Mädchen von Porno Hill | Filmplakat