Programmarchiv August 2013

Muuter & Sohn Filmplakat

Drama

Mutter und Sohn

Rumänien 2013, 112 Min. Regie: Calin Peter Netzer
Mit: Luminita Gheorghiu, Bogdan Dumitrache

Eine erfolgreiche Architektin will für ihren Sohn nur das Beste. Dass der mittlerweile erwachsene Mann nicht länger bemuttert werden will, kommt der besorgten Mutter nicht in den Sinn. Als er einen Verkehrsunfall verschuldet, sieht die Mutter ihre Chance, den Sohn wieder unter ihre Fuchtel zu bringen. Mit allen Mitteln verschleiert sie seine Schuld und setzt Barbu damit immer weiter unter Druck. Denn einerseits möchte er sein eigenes Leben leben, aber andererseits hat ihn seine Mutter nun in der Hand.

"Der Film verbindet ein Justizdrama um fahrlässige Tötung und Korruption im heutigen Rumänien mit dem Drama einer pathologischen Mutter-Sohn-Beziehung... Schneidende Dialoge, die die psychologische Präzision von Bergmans „Szenen einer Ehe“ mit den taktischen Manövern eines Politthtrillers verbinden, durchweg herausragende Darsteller und eine faszinierend schillernde Hauptfigur, machen „Mutter und Sohn“ zu einem der vermutlich besten Filme des Jahres." programmkino.de

Kuma
Original mit dt. Untertiteln (OmU)

Zwei türkische Frauen freunden sich in Wien miteinander an. Fatma, um die fünfzig, Ehefrau und Mutter von sechs Kindern, stammt aus aus Anatolien und ist in Traditionen und Wertvorstellungen der Heimat verhaftet. Ayse, neunzehn, kommt als jüngstes Familienmitglied nach Wien, nachdem sie in Anatolien geheiratet hat. Was zuerst wie die Hochzeit zwischen Ayse und Fatmas Sohn Hasan aussieht, entpuppt sich als Scharade: Ayse wird die „Kuma“ von Fatmas Mann Mustafa – seine Zweitfrau.

"Im Mittelpunkt der Geschichte stehen die Frauen der Familie; und wenngleich so manche Handlungswendung arg konstruiert und "Kuma" insgesamt thematisch etwas überfrachtet anmutet, man blickt – aus ungewohnter Perspektive, doch mit großem Gewinn – in eine jener gemeinhin eher unzugänglichen, familiären Keimzellen, in denen sich die Probleme der mitteleuropäischen Migrationsgesellschaften leidvoll konkretisieren - und auch nur unter Schmerzen lösen lassen." // tip Berlin »

Drama, Österreich 2012, 93 Min. Regie: Umut Dağ
Mit: Nihal G. Koldas, Begüm Akkaya, Vedat Erincin

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Kuma | Umut Dağ | Filmplakat

Berberian Sound Studio
Original mit dt. Untertiteln (OmU)

Im Italien der 1976er Jahre nimmt der schüchterne Brite Gilderoy einen Job als Sounddesigner im Berberian Sound Studio an. Zu seiner Überraschung werden in diesem Tonstudio ausschließlich Giallos produziert, italienische Horrorthriller mit expliziten Gewalt- und Sexszenen. Zwar geht Gilderoy pflichtbewusst seiner Arbeit nach, doch je mehr er sich mit den Filmen beschäftigt, desto mehr verliert er sich in den alptraumhaften Klangwelten dieser Filme. Bald verschwimmen Realität und Fiktion.

"Stricklands Spiel über die Bande verknüpft die Formalismen des Genrekinos mit der narrativen Freiheit des Heute. Respektvoll, zugeneigt und mühelos. Herausragend!" (tip Berlin)
"Wohlig unwohlig zirpt, wabert und manscht sich dieser sinnliche Film durch das Unterholz eines einzigartigen Soundgeflechts. Danach hört man das Kino mit anderen Ohren." (taz)
"Die trefflich kafkaeske Satire gleitet allmählich hinüber in eine Studie von Klaustrophobie und Paranoia: zu einem Schlüsselfilm über die Kraft der Manipulation, nicht nur im Kino." (Der Freitag)
"Mit Hilfe der Foley Artists gibt uns Peter Strickland unsere Vorstellungskraft zurück." (critic.de)

Thriller, UK/D 2012, 92 Min.
Regie: Peter Strickland
Mit: Toby Jones, Tonia Sotiropoulou, Cosimo Fusco

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Berberian Sound Studio | Peter Strickland | Filmplakat

Halbschatten

Auf eine Einladung ihres Geliebten Romuald (Henry Arnold) hin reist Merle (Anne Ratte-Polle) in sein Ferienhaus nach Südfrankreich. Doch statt ihres Geliebten trifft sie aus seine Kinder Emma (Emma Bading) und Felix (Leonard Proxauf), die nichts von einer Affäre ihres Vaters wissen. Dennoch bleibt Merle, ist sie doch nicht sicher, ob Romuald wollte, dass sie auf seine Kinder trifft und hinter der Einladung mehr steckt. Seine Kinder sind hingegen wenig erfreut und die freien Tage in Frankreich werden zu einer ganz besonderen Zeit.

"Im Stil der Berliner Schule skizziert Regiedebütant Nicolas Wackerbarth eine Geschichte voller Leer­stellen, die durch ihre rätselhafte Unzugänglichkeit fasziniert." (Cinema)
"Präzise Beobachtungen einer existenziellen Unwissenheit. Sehenswert!" (tip Berlin)
"Ein Film über Leere, über Abwesenheit, über das Innere eines Menschen. Hoch hinaus zielt Nicolas Wackerbarth mit seinem ersten langen Spielfilm „Halbschatten“ und gewinnt nicht zuletzt dank seiner charismatischen Hauptdarstellerin." (programmkino.de)
"In seiner Stilsicherheit erinnert "Halbschatten" manchmal ein bisschen an "La Notte" von Antonioni. Komisch, sich vorzustellen, dass Merle ein bisschen älter ist als die Helden des Antonioni-Klassikers." (taz)

Drama, D/F 2013, 80 Min.
Regie: Nicolas Wackerbarth
Mit: Anne Ratte-Polle, Henry Arnold, Emma Bading

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Halbschatten | Nicolas Wackerbarth | Filmplakat

Nemez

Ein junger Russlanddeutscher, hin- und hergerissen zwischen einer neuen Liebe und seiner kriminellen Vergangenheit, kämpft in Berlin um einen Neuanfang.

"Nemez", so wird der junge Russlanddeutsche Dima von seinem Boss, dem Kunstdieb Georgij, genannt. "Nemez" ist russisch und heißt "Deutscher". Aus dem Jugendknast entlassen will Dima in Berlin ein neues Leben anfangen. Aber seine Vergangenheit lässt ihn nicht los: Georgij will nicht auf seine Dienste verzichten, und Dimas Vater, der sich in Deutschland nicht heimisch fühlt, möchte mit der Familie nach Russland zurückkehren. Einzig die Liebe zur Kunststudentin Nadja gibt Dima Hoffnung, doch seine kriminellen Verbindungen drohen den beiden zum Verhängnis zu werden.

"Prädikat wertvoll: Es sind aktuelle und gesellschaftsrelevante Themen, denen sich Nachwuchsregisseur Stanislav Güntner in seinem Langfilmdebüt widmet. Die Zerrissenheit und Hilflosigkeit des Titelhelden, eine Existenz im Niemandsland der Herkunft aufzubauen, stellt Güntner, der selbst Russlanddeutscher ist, mit intensiven Dialogen in ruhigen Bildern dar, wobei Mark Filatov in der Hauptrolle als tragischer Held, der sich am Ende ein Stück Hoffnung erkämpft, besonders überzeugt. Authentisches und bewegendes Nachwuchskino." // Deutsche Film- und Medienbewertung »

Drama, D 2012, 97 Min.
Regie: Stanislav Güntner
Darsteller: Mark Filatov, Alex Brendemühl, Michael Schweighöfer

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Nemez | Filmplakat

Dokumentarfilme August 2013

Wochenendkrieger - Filmplakat

Dokumentation

Wochenendkrieger

D 2012, Regie: Andreas Geiger

Mitten in unseren Wäldern führen zauberhafte Elfen und andere Fabelwesen einen berauschenden Kampf gegen die dunkle Seite der Macht, gegen Orks, bösartige Dämonen und Untote. Gut gegen Böse, ein Kampf um Leben und Tod – und das jedes Wochenende. Tausende tauschen dann ihr gewöhnliches Leben gegen Elfenohren, Perücke und Ritterrüstung, gegen ein Leben neben der Realität.

Ein Film über den faszinierenden Tausch von Identitäten, der ganz gewöhnlichen Menschen in Momenten zwischen Illusion und Wirklichkeit ihren Traum von Freiheit und Glück ermöglicht.

"Die Dokumentation von Andreas Geiger stellt fünf der Teilnehmer vor. Das ist sowohl interessant als auch unterhaltsam. Mithilfe besonderer Toneffekte kann das Publikum die Faszination nachvollziehen, gleichzeitig macht der Regisseur aber auch die Unvereinbarkeit der Parallelwelten sichtbar. Sehenswert!" tip Berlin

Kinderfilme August 2013

Clara und das Geheimnis der Bären

Gemeinsam mit ihrer Mutter Nina zieht die 13jährige Clara in die Schweizer Alpen, um in einem kleinen Bergdorf bei Jon, dem neuen Freund der Mutter, zu leben. Das Stadtmädchen liebt die Natur und streift gerne Stundenlang durch die angrenzenden Wälder. Eines Tages entdeckt sie eine Bärenjunges, das scheinbar ohne Mutter umher irrt. Ist die Mutter von Wilderern erschossen wurden und warum reagiert die Dorfgemeinschaft so merkwürdig auf die Bären? Zusammen mit Thomas, einem Schulfreund, begibt sich Clara auf Spurensuche und ist bald einem großen Geheimnis auf der Spur.

"Der Film bietet klasse Schauspieler und grandiose, wunderschöne Natur- und Landschaftsbilder von sonnendurchfluteten Bergen und Tälern. Das Licht und die Atmosphäre der Berge werden so intensiv und spektakulär eingefangen, dass man das Gefühl hat, selbst auf der Alm zu stehen und das jeweilige Wetter regelrecht zu spüren. Die Geschichte ist dabei so toll und wuchtig erzählt, dass kleinere Logiklöcher und kleine Ausflüge ins Unerklärliche nicht weiter stören. Und die fantastischen Bilder „schreien“ förmlich danach, auf der großen Leinwand gesehen zu werden. Also: Eltern schnappen und ab ins Kino!" // Kinderfilmwelt »

Abenteuerfilm, Schweiz/D 2012, 93 Min. FSK: 6, empf. ab 9 Jahre
Regie: Tobias Ineichen
Darsteller: Ricarda Zimmerer, Damian Hardung, Elena Uhlig

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Clara und das Geheimnis der Bären | Filmplakat

Sechs Bären und ein Clown

In einer Kleinstadt gastiert der Zirkus Bonifac, dessen Attraktion die Nummer "Sechs Bären, ein Affe und ein Clown" ist. Doch nachdem Clown Zwiebelchen ein paar Kinder umsonst in den Zirkus gelassen hatte, wird er vom Direktor aus fadenscheinigen Gründen entlassen. Der wahre Grund: der Direktor ließ sich eine alberne Schweinchen-Nummer aufschwatzen und tauschte sie gegen die Bären ein. Doch die Bären und Affe Coco können sich befreien und laufen in die Schule, wo Zwiebelchen inzwischen als Köchin angestellt ist. Nun nimmt das äußerst turbulente Vergnügen seinen Lauf. Deutscher TV-Titel: Sechs Bären mit Zwiebel.

"1-A-Spaß: herzerfrischend, originell, turbulent." (TV Spielfilm)

FSK: 6, Komödie
ČSSR 1972, 84 Min.
Regie: Oldrich Lipský
Darsteller: Lubomír Lipsky, Jirí Sovák, Jan Libícek, Milos Kopecky, Frantisek Filipovsky

Sechs Bären und ein Clown