Programmarchiv Oktober 2013

Ich fühl mich Disco - Axel Ranisch - Filmplakat

Kinostart 31.10.2013 mit Regisseur Axel Ranisch!

Komödie

Ich fühl mich Disco

D 2013, 98 Min. Regie: Axel Ranisch.
Mit: Frithjof Gawenda, Heiko Pinkowski, Christina Große, Robert Alexander Baer, Christian Steiffen

Der moppelige Florian ist am glücklichsten, wenn Papa nicht zu Hause ist. Dann kann er mit Mama im Disco-Outfit durch die Wohnung tanzen und Schlager von Christian Steiffen singen. Mama hält die Familie zusammen - zumindest so lange, bis sie eines Tages nicht mehr da ist. Die Schlagzeile übertreibt nicht: der neue Film von Axel Ranisch, Regisseur des Indie-Hits Dicke Mädchen macht wirklich glücklich. Viel Spaß im Film!

KulturSPIEGEL: "Eine spektakulär geglückte Vater-Sohn-Geschichte ... man weiß oft nicht, ob man vor Rührung feuchte Augen bekommt oder weil 'Ich fühl mich Disco' so witzig ist. Im Zweifelsfall beides."
programmkino.de: "Da steht neben dem Witz gleichrangig das große Gefühl. Eine große Komödie – auch das eine Seltenheit im Filmland Deutschland."
Der Fremde am See - Filmplakat

Erotikdrama

Der Fremde am See

OmU-Fassung :: L'INCONNU DU LAC. F 2013, 100 Min. Regie: Alain Guiraudie. Mit: Pierre Deladonchamps, Christophe Paou

Cruising-Treffpunkt an einem idyllisch (ab-)gelegenen Waldsee an einer Schlucht in Südfrankreich: hier lernt Franck den stets abseits sitzenden Sonderling Henri kennen und den charismatischen, doch gefährlichen Michel. Das mit bemerkenswerter Beiläufigkeit inszenierte sommerliche Drama versucht die Grenzen zwischen Autorenfilm und Pornografie aufzuheben und erhielt in der Reihe Un Certain Regard in Cannes den Preis für die Beste Regie.

tip Berlin: "Mit Autorenfilmern wie Catherine Breillat oder auch Abdellatif Kechiche ist Guiraudie nicht allein mit seinem Ansatz einer offen dargestellten Sexualität. Konsequenter aufs Erzählkino übertragen wird man diesen Ansatz wohl so schnell in keinem anderen Kinofilm sehen. Sehenswert!"
Frances Ha - Greta Gerwig - Poster

New York-Komödie

Frances Ha

OmU-Fassung :: USA 2012, 86 Min. Regie: Noah Baumbach
Mit: Greta Gerwig, Adam Driver, Mickey Sumner

Frances tanzt in Brooklyn, es ist ihre Stadt, sie will immer weitertanzen, von Apartment zu Apartment, von Mann zu Mann, durchs Leben. Rasant, turbulent, witzig, schrill: Der Film ist wie das Leben seiner Protagonistin. Im ständigen Fluss, ohne zu wissen, was als Nächstes passiert. Auf eine makellose Art verführerisch und in pointierten Schwarz-Weiß-Bildern gedreht, ist Noah Baumbachs (Greenberg, Der Tintenfisch und der Wal) aktueller Film das moderne Manhattan.

Natürlich ist der Film auch eine Hommage an einen schwarzweißen Klassiker des Großstadtfilms, Woody Allens „Manhattan“. Und so wie Allen vor über 30 Jahren erschafft Baumbach einen magischen Realismus, der schon in seiner Bildsprache über den Horizont seiner Figuren hinausweist und diese auch ein wenig verklärt, dabei aber gleichzeitig ganz nah und genau dran ist an ihrem Leben. Am Drehbuch hat die selbst in New York lebende Hauptdarstellerin Greta Gerwig mitgearbeitet, und so entsteht ein ganz unmittelbares, authentisches Bild der dortigen Künstlerszene. -- programmkino.de
Das Mädchen Wadjda - Filmplakat

Drama

Das Mädchen Wadjda

OmU-Fassung :: Saudi-Arabien/D 2012, 97 Min. Regie: Haifaa Al Mansour. Mit: Waad Mohammed, Reem Abdullah

In ihrem Spielfilmdebüt erzählt die saudi-arabische Regisseurin und Drehbuchautorin Haifaa Al Mansour die anrührende Geschichte einer Zehnjährigen, die mit Mut und Witz ihre eigenen Träume entgegen strenger Konventionen zu verwirklichen weiß. Der Film zeichnet ein differenziertes und authentisches Bild vom Leben der saudischen Frauen und vermittelt eine einmalige Innenansicht der dortigen Kultur und Gesellschaft. Ein Film aus einem Land, in dem Kinos verboten sind. Der erste saudi-arabische Film überhaupt, der mit deutscher Produktion entstanden ist.

Eine starke Geschichte, die der Film erzählt, mit einer großartigen jungen Hauptdarstellerin, in einer klaren, zurückhaltend poetischen Bildersprache. -- Süddeutsche Zeitung

Albert Nobbs - Glenn Close - Französisches Filmplakat

Albert Nobbs - Glenn Close

Historiendrama

Albert Nobbs

OmU-Fassung :: UK/Irland 2011, 113 Min. Regie: Rodrigo García. Mit: Glenn Close, Antonia Campbell-Hughes, Mia Wasikowska, Janet McTeer

Albert Nobbs arbeitet als Kellner in dem Hotel von Mrs. Baker im Dublin des 19. Jahrhunderts. Hinter der Fassade des introvertierten, hart arbeitenden und sparsamen Mannes steckt in Wirklichkeit eine Frau, die in dem Rollenwechsel ihre einzige Chance sieht, ohne Familie und Ehemann zu überleben. Als sie ihr Bett für eine Nacht mit dem Anstreicher Hubert Page teilen muss, wähnt sie ihre Maskerade in Gefahr, bis sich herausstellt, dass Page ebenfalls eine Frau ist. Alberts Werben um Helen Dawes, mit der er zusammen ein eigenes Geschäft aufmachen und verheiratet sein möchte, wird durch die Ankunft von Joe kompliziert, der mit Helen nach Amerika auswandern möchte.

"So ist Albert Nobbs in erster Linie ein sozialkritischer Film über eine Zeit, in der das Aufrechterhalten des sozialen Status weit über allem anderen steht. Einer Zeit, in der unzählige Europäer nach Amerika auswandern, in der Hoffnung, auf der anderen Seite des Ozeans ihren eigenen "american dream" zu leben und aus der Misere im Heimatland fliehen zu können. Feinfühlig inszeniert Regisseur García das Versteckspiel im Leben der "Frau" Albert Nobbs und ihre vorsichtigen und langsamen Versuche, der Einsamkeit zu entrinnen. Für die Interpretation dieser Rolle hätte Glenn Close den Oscar eindeutig verdient gehabt." -- kino-zeit.de
Paulette - Bernadette Lafont - Filmplakat

Schwarze Komödie

Paulette

OmU-Fassung :: Frankreich 2012, 87 Min. Regie: Jérôme Enrico. Mit: Bernadette Lafont, Carmen Maura

Paulette ist eine ruppige 80-jährige Dame, die weiß, was sie will – und auch, was sie nicht will. Dass sie ganz allein in einem zwielichtigen Pariser Vorort lebt, kann sie nicht schrecken. Als ihr eines Abends beim Müllrausbringen ein Päckchen Marihuana in den Schoß fällt, beschließt Paulette, ihrer Geldmisere ein Ende zu machen. Paulette wird Haschisch-Dealer!
Der Millionenhit aus Frankreich überzeugt nicht nur mit seiner grandiosen Hauptdarstellerin, der Nouvelle Vague-Ikone und César-Preisträgerin Bernadette Lafont - die am 25. Juli im Alter von 74 Jahren verstarb - sondern auch mit viel Witz, Esprit und meisterhaft geschliffenen Dialogen.

BR KinoKino: "Ein wunderschönes unmoralisches Märchen, die Wandlung der Grantlerin zur liebevollen Großmama herzerwärmend und Bernadette Lafont als Kämpfernatur und vom Leben ruinierte Frau einfach umwerfend."

Dokumentarfilme Oktober 2013

Bottled Life - Geschäfte mit dem Wasser - Filmplakat

23.10.13 18:00 Uhr mit anschl. Podiumsdiskussion in Zusammenarbeit mit der Initiative Berliner Wassertisch

Dokumentation

Bottled Life – Nestlés Geschäfte mit dem Wasser

Schweiz/D 2012, 94 Min. Regie: Urs Schnell

Daniel Buchholz
MdA, Umweltpolitischer Sprecher SPD-Fraktion
Ulrike von Wiesenau
Pressesprecherin Berliner Wassertisch
Dr. Jutta Schölzel
Brandenburger Umwelt- und Naturfilm-Festival
Gerlinde Schermer
Wirtschafts-Expertin, MdA a.D.

Moderation: Mike Nagler (Mitinitiator Bürgerbegehren "Privatisierungsbremse" Leipzig)

Wem gehört das Wasser? Hierzulande müssen wir nur den Hahn aufdrehen und verfügen jederzeit über bestes Trinkwasser. Warum zahlen wir dennoch viel Geld für diese lebensnotwendige Ressource? „Bottled Life“ deckt auf, wie Konzerne den Menschen ihr eigenes Wasser als teures Lifestyleprodukt verkaufen, indem sie sich weltweit den Zugriff auf wertvolle Quellen sichern. Journalist Res Gehriger verfolgt die Spur von Nestlé und lässt uns tief blicken in die Strategien eines der mächtigsten Akteure im Milliardengeschäft mit dem Flaschenwasser.

Kinderfilme Oktober 2013

Das Mädchen Wadjda - Filmplakat

Drama

Das Mädchen Wadjda

FSK: 0, empf. ab 10 Jahre, Saudi-Arabien/D 2012, 97 Min. Regie: Haifaa Al Mansour. Mit: Waad Mohammed

Auf dem Weg zu ihrer Schule in Riad sieht die 10-jährige Wadjda vor einem Spielzeuggeschäft ein grünes Fahrrad, in das sie sich sofort verliebt. Dieses Rad zu besitzen würde bedeuten, sich endlich gegen den Nachbarsjungen Abdullah durchsetzen und ihm davon flitzen zu können. Obwohl es Mädchen untersagt ist Fahrrad zu fahren, überlegt Wadjda, wie sie genügend Geld für den Kauf verdienen kann... Die anrührende Geschichte eines Mädchens, das mit Mut und Witz seine Träume entgegen strenger Konventionen zu verwirklichen weiß. Der Film zeichnet ein differenziertes und authentisches Bild vom Leben der saudischen Frauen und vermittelt eine einmalige Innenansicht von Kultur und Gesellschaft.

Süddeutsche Zeitung: "Eine starke Geschichte, die der Film erzählt, mit einer großartigen jungen Hauptdarstellerin, in einer klaren, zurückhaltend poetischen Bildersprache."
Das Pferd auf dem Balkon - Filmplakat

Komödie

Das Pferd auf dem Balkon

FSK: 0, empf. ab 7 Jahre, Ö 2012, 90 Min.
Regie: Hüseyin Tabak. Mit: Enzo Gaier, Nataša Paunović, Nora Tschirner, Andreas Kiendl, Bibiana Zeller

Mika liebt Mathematik, sagt immer die Wahrheit und mag keine Witze. Und Punkt 14:17 Uhr muss Mikas Mittagessen auf dem Tisch stehen. Keine Minute früher, keine Minute später. Mika ist ein sonderbarer Junge, der es mit den anderen Kindern nicht leicht hat. Als er eines Abends aus dem Fenster schaut, traut er seinen Augen kaum: Auf dem Balkon der Nachbarwohnung steht ein richtiges Pferd. Die Verfilmung des gleichnamigen Kinderbuch-Klassikers von Milo Dor ist eine Geschichte über Freundschaft und Toleranz, die auch Erwachsene lieben werden.

tip Berlin: "Ansprechende Kinderbuchverfilmung mit einer hübschen Balance zwischen fantastischen und realistischen Elementen. Sehenswert!"