Programmarchiv 2014

Das lief im Kino :: Dezember 2014

Calvary Brendan Gleeson Filmplakat

Calvary - Am Sonntag bist du tot

Der Priester James Lavelle (Brendan Gleeson) ist ein überzeugter Gutmensch, der trotz des Widerstands seiner Gemeinde und der Bevölkerung in seiner irischen Kleinstadt jeden Tag versucht, die Welt ein bisschen besser zu machen. Bei einer Beichte wird ihm offenbart, dass er lediglich nur noch eine Woche am Leben gelassen wird. Was hinter der ominösen Drohung steckt, kann sich der Pater sich erklären, denn er hat stets nur das Gute für die Menschen im Sinn gehabt. Jetzt hat er nur noch wenige Tage Zeit, sein Leben zu retten. Er will seinen anonymen, zukünftigen Mörder auf eigene Faust aufsuchen und ihn von seiner unchristlichen Tat abbringen. Doch in einem Ort voller schwarzer Schafe erweist sich die Suche als gar nicht so einfach.

OmU // Tragikomödie/Thriller, Irland 2014, 102 Min. Regie: John Michael McDonagh. Darsteller: Brendan Gleeson, Kelly Reilly, Chris O’Dowd. Berlinale 2014: Preis der Ökumenischen Jury in der Sektion Panorama // Trailer »
Mr. Turner Mike Leigh Filmplakat

Mr. Turner

Joseph Mallord William Turner (Timothy Spall) war einer der einflussreichsten britischen Maler seiner Zeit. Als führender Vertreter der Romantik schuf er unverwechselbare und zumeist sehr farbenfrohe Werke, die vor allem das Meer, die Schifffahrt und die Landschaft thematisierten. Er war der Sohn eines Barbiers, doch erkannte der Vater das Talent des Jungen. Turner durchlief keine künstlerische Ausbildung und erlernte die Kunst als Autodidakt. Mit seiner einzigartigen Malweise inspirierte er viele andere Künstler und ebnete den Weg für den Impressionismus. Sein Vermächtnis in Form von unglaublichen 20.000 Bildern hinterließ er nach seinem Tod dem englischen Staat. Der Turner-Preis wird alljährlich an einen Künstler, der jünger als 50 Jahre ist, verliehen.

OmU // Biografie/Drama, UK 2014, 150 Min. Regie: Mike Leigh. Darsteller: Timothy Spall, Paul Jesson, Dorothy Atkinson. Cannes 2014: Timothy Spall - Bester Darsteller / Dick Pope (Kamera) - Prix Vulcain de l’artiste technicien // Trailer »

Das Arthaus Festival: 20 Filmklassiker zurück im Kino! Großes Kino neu erleben!

20 Jahre Arthaus: Wir zeigen vom 11. bis 30. Dezember alle 20 Filme des Festivals in den neu überarbeiteten Fassungen und in prima 2k-Qualität. Mit dem Festival feierte das Label Arthaus dieses Jahr seinen 20. Geburtstag.

20 Jahre Arthaus Festival Banner
Angst essen Seele auf - Rainer Werner Fassbinder - Filmplakat
Apocalypse Now Redux - Francis Ford Coppola - Filmplakat
Außer Atem - Jean-Luc Godard - Filmplakat
Das Fest - Thomas Vinterberg - Filmplakat
Das Piano - Jane Campion - Filmplakat
Das siebente Siegel - Ingmar Bergman - Filmplakat
Der Elefantenmensch - David Lynch - Filmplakat
Der englische Patient - Anthony Minghella - Filmplakat
Der Prozeß - Orson Welles - Filmplakat
Die Blechtrommel - Volker Schloendorff - Filmplakat
Die große Illusion - Jean Renoir - Filmplakat
Die Reifeprüfung - Mike Nichols - Filmplakat
Down by Law - Jim Jarmusch - Filmplakat
Fitzcarraldo - Werner Herzog - Filmplakat
Jacques Tati - Trafic - Filmplakat
Night on Earth - Jim Jarmusch - Filmplakat
Out of Rosenheim - Percy Adlon - Filmplakat
The Deer Hunter - Die durch die Hölle gehen - Michael Cimino - Filmplakat
The Doors - Oliver Stone - Filmplakat
Don't look now - Wenn die Gondel Trauer tragen - Nicolas Roeg - Filmplakat
Die Boxtrolls Filmplakat

Die Boxtrolls

In der eleganten viktorianischen Stadt Cheesebridge trägt man die Nasen hoch. Und mit Recht, denn der Ort verdankt einem leckeren Käse Namen und Wohlstand. Auf alles andere schauen die hochnäsigen Bewohner abfällig herab – vor allem auf die Boxtrolls, die tief unter der Stadt leben und erbittert gejagt werden, weil sie angeblich Käse und kleine Kinder stehlen. Doch in Wirklichkeit sind die putzigen Boxtrolls ein harmloses Völkchen, das vor den Menschen noch viel mehr Angst hat als diese vor ihm. Der elfjährige Junge Eggs wuchs im fantastischen Reich der Boxtrolls auf. Als sein Adoptivvater Fish von Trolljägern entführt wird, wagt sich der Junge erstmals in die Stadt und er erkennt bald, worin seine Aufgabe besteht: Er muss Fish befreien und die Boxtrolls vor dem Schlimmsten bewahren. Doch gleichzeitig begreift Eggs, dass er selbst einer der ungeliebten Menschen ist.

FSK: 6, empfohlen ab 10 Jahre, FBW-Prädikat besonders wertvoll. Puppentrick-Märchen, USA 2014, 96 Min. Regie: Anthony Stacchi & Graham Annable // Trailer »

Cinespañol 4 - Die spanischsprachige Filmtournee mit vier neuen Filmen

11.-17.12.2014: Die Cinespañol Filmtournee zeigt jedes Jahr neue spanische und lateinamerikanische Filme. Die One-Man-Show von Cine Global untertitelt die Filme selbst und bringt diese ohne Verleihförderung ins Kino. Die Filme werden ausgewählt, um authentische und unterhaltsame Eindrücke aus Lateinamerika und Spanien zu bieten.

Anina Filmplakat
Melaza Filmplakat
Mercedes Sosa Filmplakat
The summer of flying fish Filmplakat
The Cut Fatih Akin Filmplakat

The Cut

Drama, D/F/PL/TR/CDN/ RUS/I 2014, 138 Min. Regie: Fatih Akin. Darsteller: Tahar Rahim, Simon Abkarian | Trailer »

Eines Tages im Jahre 1915 werden in der osttürkischen Stadt Mardin alle armenischen Männer von der türkischen Polizei zusammengetrieben, in die Wüste geführt und dort ermordet. Wie durch ein Wunder überlebt der junge Schmied Nazaret Manoogia (Tahar Rahim) den Völkermord, hat aber fortan seine Sprache verloren. Jahre später erfährt er, dass auch seine Zwillingstöchter noch am Leben sind. Die Suche nach ihnen wird für den stummen Nazaret zu einer wahren Odyssee, die ihn aus Mesopotamien über den Atlantik bis nach Havanna und North Dakota führt. Mit THE CUT schließt Regisseur Fatih Akin seine "Liebe, Tod und Teufel"-Trilogie ab, die er mit GEGEN DIE WAND begann und mit AUF DER ANDEREN SEITE weiterführte. Das Drehbuch, das den in der Türkei tabuisierten Völkermord an den Armeniern im Ersten Weltkrieg thematisiert, schrieb Fatih Akin gemeinsam mit Mardik Martin, der vor allem durch seine Zusammenarbeit mit Martin Scorsese bekannt wurde.

Phoenix Nina Hoss Christian Petzold Filmplakat

Phoenix

Engl. UT | Melodram, D 2014, 98 Min. Regie: Christian Petzold. Buch: Christian Petzold, Harun Farocki. Darsteller: Nina Hoss, Roland Zehrfeld, Nina Kunzendorf | Trailer »

Juni 1945. Schwer verletzt, mit zerstörtem Gesicht wird die Auschwitz-Überlebende Nelly (Nina Hoss) von Lene (Nina Kunzendorf), Mitarbeiterin der Jewish Agency und Freundin aus Vorkriegstagen, in die alte Heimat Berlin gebracht. Kaum genesen von der Gesichtsoperation, macht sich Nelly, den Warnungen Lenes zum Trotz, auf die Suche nach Johnny (Ronald Zehrfeld), ihrer großen Liebe – ihrem Mann, der sie durch sein Festhalten an ihrer Ehe so lange vor der Verfolgung schützen konnte. Doch Johnny ist fest davon überzeugt, dass seine Frau tot ist. Als Nelly ihn endlich aufspürt, erkennt er nicht mehr als eine beunruhigende Ähnlichkeit. Johnny schlägt ihr vor, in die Rolle seiner totgeglaubten Frau zu schlüpfen, um sich das Erbe der im Holocaust ermordeten Familie Nellys zu sichern. Nelly lässt sich darauf ein und wird ihre eigene Doppelgängerin. Sie möchte wissen, ob Johnny sie geliebt, ob er sie verraten hatte.

FILM IN SOUNDS #48

Acoustic Cinematic Experiments: Anna Wignell & Pär Thörn - Film (work in progress) // Cinéma Pur - Absoluter Film // Mit Anna Wignell, Pär Thörn, Joel Grip und Christian Magnusson // Viking Eggeling - Symphonie Diagonale / Hans Richter - Rhythmus 21 / Man Ray - Le retour à la raison / Marcel Duchamp - Anémic cinéma

FILM IN SOUNDS #48 - Anna Wignell & Pär Thörn - Film (work in progress)

Das lief im Kino :: November 2014

Gone Girl David Fincher Filmplakat

Gone Girl

OmU | Thriller, USA 2014, 149 Min. Regie: David Fincher. Buch: Gillian Flynn nach ihrem eigenen Roman. Darsteller: Ben Affleck, Rosamund Pike, Neil Patrick Harris | Trailer »

An ihrem fünften Hochzeitstag verschwindet die junge Frau Amy Dunne (Rosamund Pike) spurlos unter mysteriösen Umständen. Auch wenn sie mit ihrem Ehemann Nick Dunne (Ben Affleck) bis dahin eine vermeintliche Bilderbuch-Ehe führte, gilt nun gerade dieser als potentieller Täter der mutmaßlichen Straftat. Sein eigenartiges Verhalten bestätigt anscheinend den Verdacht der Stadtbewohner und der Polizei, doch tatkräftige Beweisen fehlen bislang in den Ermittlungen. Als schließlich Amys Tagebuch und eine kleine, silberne Geschenkbox, die im Vorfeld offensichtlich geleert wurde, gefunden werden, nimmt die Untersuchung wieder an Fahrt auf. Nach und nach bröckelt die Illusion einer perfekten Ehe, doch auch wenn der Fall allmählich einer Ansammlung aus Lügen und Intrigen gleicht, beteuert Nick weiterhin seine Unschuld.

Jack Filmplakat

Jack

Drama, FSK: 6, empfohlen ab 11 Jahre, Prädikat besonders wertvoll, D 2014, 102 Min. Regie: Edward Berger. Darsteller: Ivo Pietzcker, Luise Heyer, Georg Harms | Trailer »

Der 10jährige Jack wohnt im Kinderheim, seitdem sich seine Mutter nicht mehr um ihn kümmern kann. Aber jetzt sind bald Sommerferien und sie wird ihn wieder aus dem Heim abholen und nach Hause mitnehmen. Doch als der letzte Schultag kommt, ruft sie im Heim an und vertröstet ihren Sohn, der schließlich mit einem Freund und den Erziehern allein zurück bleibt. Als es zwischen den Jungen zum Streit kommt, flüchtet Jack aus dem Heim, um bei seiner Mutter Zuflucht zu suchen. Doch als er zuhause ankommt, ist niemand da und seine Mutter scheint verschwunden. Jack holt seinen kleinen sechsjährigen Bruder von einer Bekannten ab und macht sich zusammen mit ihm auf die Suche nach seiner Mutter. Mehrere Tage sind die Kinder in Berlin unterwegs, doch keinem scheint aufzufallen, dass sie ganz allein und verloren sind.

The new populists in Europe - A threat to democracy or opening up debate?

Öffentliche Podiumsdebatte, organisiert vom Freiblickinstitut und der Zeitschrift NovoArgumente in Kooperation mit dem Londoner Think Tank Institute of Ideas

Überall in Europa verzeichnen Parteien von den Rändern des politischen Spektrums Wahlerfolge, etwa die UKIP im Vereinigten Königreich und Front National in Frankreich. In Deutschland ist dieser Trend vor allem an Stimmenverlusten für etablierte Parteien und dem Aufstieg der euroskeptischen AfD (Alternative für Deutschland) zu erkennen.

Diese Entwicklung verweist nicht nur auf die Unzufriedenheit der europäischen Bürger mit etablierten Parteien, sie zeugt auch von deren schwindenden Einfluss. Wie sonst lässt sich erklären, dass Parteien, die als populistisch oder gar rassistisch galten, plötzlich so viel Zuspruch erhalten?

Fehlen den etablierten Parteien einfach die Argumente, um Wähler zu überzeugen und Front National, UKIP oder AfD Einhalt zu gebieten? Falls ja, ist der Aufstieg dieser neuen Parteien nicht eigentlich etwas Positives, weil so Debatten in Gang gebracht werden? Oder fußt ihr Erfolg nur auf populistischen Parolen, etwa zum Thema Integration? Wie weit die sind Etablierten und die Neuen inhaltlich wirklich voneinander entfernt? Was bedeuten Wahlmüdigkeit und Protestwahlen für die Zukunft Europas?

Podium:
• Dr Timo Lochocki, Populismusexperte, Deutscher Marshall-Fonds der USA
• Brendan O'Neill, Chefredakteur des britischen Onlinemagazins Spiked; Kolumnen u.a. in Spectator, Big Issue, The Australian
• Sebastian Pfeffer, Redakteur und parlamentarischer Korrespondent The European
• Clemens Schneider, Mitbegründer Prometheus - Das Freiheitsinstitut

Moderation:
• Sabine Beppler-Spahl, Mitgründerin des Freiblickinstituts; Redakteurin NovoArgumente

Termin:
Donnerstag, 20 November, 19.00 bis 21.00 Uhr

Eintritt:
4,50 EUR Abendkasse (Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt)

Die Diskussionsveranstaltung ist ein „Satellite-Event“ des jährlich in London stattfindenden Battle of Ideas-Debattenfestivals mit weiteren internationalen „Satellite Events“ u.a. in Athen, Brüssel und Zürich.

Maps to the Stars Filmplakat David Cronenberg

Maps to the Stars

OmU | Drama, Kanada/USA 2014, 111 Min. Regie: David Cronenberg. Darsteller: Julianne Moore, Mia Wasikowska, John Cusack, Robert Pattinson | Trailer »

Die Weiss's - eine einfach perfekte Hollywood-Familie: Stafford Weiss arbeitet als Psychotherapeut und behandelt gerade die Schauspielerin Havana. Diese wird von ihrer verstorbenen Mutter Clarice heimgesucht, die einst ein berühmter Filmstar war. Nun möchte Havana buchstäblich in die Rolle ihrer Mutter schlüpfen, indem sie in einem Remake die Figur von Clarice verkörpert, die sie einst berühmt gemacht hat. Hingegen versucht Staffords Frau Christina, den gemeinsamen Sohn Benjie wieder in die Familie zu integrieren, nachdem der Kinderfernsehstar gerade einen Drogenentzug hinter sich gebracht hat. Ein weiteres Problemkind ist Tochter Agatha, die frisch aus einer psychiatrischen Anstalt entlassen wurde und sich nun gleich mit dem Jungschauspieler Jerome anfreundet. Nach und nach schärfen sich all die kleinen Dramen und das Verhängnis nimmt seinen Lauf.

Das lief im Kino :: Oktober 2014

The Texas Chainsaw Massacre 1974 Tobe Hooper Film Banner Original

The Texas Chainsaw Massacre

OmU | Horror-Klassiker, USA 1974, 83 Min. Regie: Tobe Hooper. Mit: Marylin Burns, Gunnar Hansen | Trailer »

Wiederaufführung in neuer Fassung zum 40. Jahrestag!

1974 ließ Autor, Regisseur und Produzent Tobe Hooper seine düstere Vision einer hoffnungslos degenerierten amerikanischen Provinz auf die Kinos los. The Texas Chainsaw Massacre wurde als krank, pervers und gewaltverherrlichend abgestempelt, von der Kirche angegriffen, von Regierungen verboten und seinerzeit nur von den mutigsten Kritikern als der Film, der Horror neu definierte, gewürdigt. Dabei ist die ihm zugeschriebene Gewalt eher der Kraft der hypnotischen Bilder und des innovativen Schnitts anzurechnen, denn den sparsamen Specials Effects, und auch nicht ohne Komik. Das Kettensägenmassaker ist ein Meilenstein des Exploitation-Kinos, ein amerikanischer Filmklassiker ganz eigener Art, gewürdigt auch vom MoMA als Bestandteil der ständigen Filmsammlung des New Yorker Kunstmuseums.

A Most Wanted Man Filmplakat Anton Corbijn

A Most Wanted Man

OmU | Spionagethriller nach John Le Carré. D/GB/USA 2014, 122 Min. Regie: Anton Corbijn. Mit: Philip Seymour Hoffman, Rachel McAdams, Grigoriy Dobrygin, Willem Dafoe, Nina Hoss, Daniel Brühl | Trailer »

Der russische-tschetschenische Flüchtling Issa Karpov sucht in Hamburg Zuflucht in einer islamischen Gemeinde und erregt damit die Aufmerksamkeit deutscher und amerikanischer Geheimdienste. Der mysteriöse Mann gibt zwar vor, ein muslimischer Medizinstudent zu sein, ist aber der türkischen Familie, bei der er unter gekommen ist, nicht geheuer. Auch eine idealistische Anwältin wird auf ihn aufmerksam, ebenso wie der Banker Thomas Brue (Dafoe) und der ohne offiziellen Auftrag agierende deutsche Spion Günther Bachmann (Hoffman). Doch niemand kann die Absichten des rätselhaften Flüchtlings, der anscheinend viel Geld besitzt, einschätzen und so avanciert Issa Karpov zu einem der meistgesuchten Männer der Welt. Im dritten Spielfilm von Anton Corbijn ist Philip Seymour Hoffman in seiner letzten Rolle zu sehen.

Diplomatie Volker Schlöndorff Filmplakat

Diplomatie

Historiendrama, D/F 2014, 84 Min. Regie: Volker Schlöndorff. Mit: André Dussollier, Niels Arestrup, Burghart Klaußner, Robert Stadlober | Trailer »

Das spannende historische Drama von Volker Schlöndorff zeigt die letzte Nacht der deutschen Besetzung von Paris im August 1944. Zwei Männer ringen um das Schicksal einer Stadt, deren Zerstörung im buchstäblich letzten Moment verhindert wird. In einem nächtlichen Verhandlungsmarathon redet sich der schwedische Generalkonsul Raoul Nordling ins Gewissen von Dietrich von Choltitz, des Kommandierenden Generals von Groß-Paris, um ihn von der Ausführung des Führerbefehls abzubringen. Das brillante Rededuell zweier fantastischer Schauspieler sorgt dafür, dass der Film eine außerordentliche Spannung erhält - auch wenn der Ausgang der Geschichte bekannt ist. Ein mitreißendes und eindringliches Kammerspiel.

Anderson Annekatrin Hendel Filmplakat

Anderson

Mit engl. UT | Doku, D 2014, 90 Min. Regie: Annekatrin Hendel. Mit: Sascha Anderson, Ekkehard Maaß, Wilfriede Maaß, Holger Kulick, Bert Papenfuß-Gorek | Trailer »

17.10.2014 19:45 Uhr in Anwesenheit von Regisseurin Annekatrin Hendel

Der Schriftsteller Sascha Anderson, in den 1980ern Fixstern und Popstar des kreativen DDR-Undergrounds, wird 1991 als Stasizuträger ersten Ranges enttarnt. Ein Skandal. Vom Nachnamen blieb nur noch das "A", und nicht wenige ergänzten: "rschlosch". Der Film erzählt vom wildbewegten Doppelleben des Sascha Anderson zwischen Dissidententum und Verrat – und was es bedeutet, mit Lüge, Vertrauensmissbrauch und dem nicht abwaschbaren Stempel des Verräters zu leben.
Wie zuvor Vaterlandsverräter zeichnet auch Anderson ein vielschichtiges Bild von der Situation der Künstler in der DDR, das 25 Jahre nach dem Mauerfall einen neuen Blick auf alte und allzu verhärtete Diskussionen wirft.

Der Anständige Filmplakat

Der Anständige

Doku, IL/AT/DE 2014, 93 Min. Regie: Vanessa Lapa
Sprecher: Tobias Moretti, Sophie Rois | Trailer »

"Man muss im Leben immer anständig und tapfer sein und gütig", schrieb Heinrich Himmler in das Poesiealbum seiner Tochter. Im Februar 2014 wurden private Briefe vom Architekten der Endlösung veröffentlicht, die sich jahrzehntelang in jüdischem Privatbesitz befunden hatten. Plötzlich hatte man ein Konvolut privater Dokumente zur Verfügung, das es in vergleichbarem Umfang von keinem anderen Angehörigen der NS-Führung gibt. Wie kann ein Mensch nach seinen eigenen Grundsätzen ein Held und nach den Grundsätzen der Welt ein Massenmörder sein? Die israelische Journalistin Vanessa Lapa hat auf der Grundlage des Himmler-Nachlasses und weiteren Archivmaterials einen Dokumentarfilm über einen Menschen gemacht, der beruflich und privat mit sich im Reinen war. Der auf jeden Kommentar verzichtende Film wurde in der Sektion "Panorama Dokumente" der diesjährigen Berlinale uraufgeführt.

Lola auf der Erbse Filmplakat

Lola auf der Erbse

Kinderfilm, FSK: 0, empfohlen ab 8 Jahre, D 2014, 90 Min. Regie: Thomas Heinemann. Mit: Tabea Hanstein, Christiane Paul, Tobias Oertel, Olaf Krätke | Trailer »

Eigentlich könnte Lolas Welt ziemlich in Ordnung sein: sie ist elf Jahre alt und lebt mit ihrer Mutter Loretta auf dem alten aber wunderschönen Hausboot „Erbse“. Doch seit sich ihr Vater vor zwei Jahren „in Luft aufgelöst hat“, ist Lola immer mehr zur Außenseiterin geworden. Ständig gibt es Ärger. Zu allem Überfluss passiert dann auch noch das Unfassbare – ihre Mutter hat einen neuen Freund! Er heißt Kurt, ist Tierarzt und dummerweise ziemlich nett. Aber einen Papa kann man nicht einfach auswechseln und so tut Lola alles, um die beiden auseinander zu bringen. Thomas Heinemann gelingt mit LOLA AUF DER ERBSE ein märchenhaftes und gleichsam authentisches Abenteuer, das wichtige Probleme von Kindern und Erwachsenen anspricht. Lolas Lebenswelt ist ganz real, zeigt jedoch wie viel Fantasie und Magie das ganz alltägliche Leben bereit hält.

Das lief im Kino :: September 2014

Schönefeld Boulevard Filmplakat

Schönefeld Boulevard

Tragikomödie, D 2014, 100 Min. Regie: Sylke Enders. Mit: Julia Jendroßek, Daniel Sträßer, Uwe Preuss | Trailer »

19.09.2014 20:00 Uhr in Anwesenheit von Sylke Enders und Julia Jendroßek

Cindy fristet ihre Teenagerjahre im Berliner Vorort Schönefeld, wo neben dem Bau des Großflughafens BER auch Cindys Hoffnungen still stehen. Dass es für den "Rosinenbomber", wie sie vom Vater scherzhaft genannt wird, jemals hoch hinaus gehen könnte, bezweifeln sogar die eigenen Eltern. Die Achtzehnjährige glaubt, dass ihr Kumpel Danny in einer Sache Recht hat: Ihre Eltern hätten lieber das Kind vom Hausmeister gehabt, denn das kam schon tot zur Welt. Als Danny Richtung Afghanistan aufbricht und Cindy auf sich selbst zurückgeworfen ist, treibt ihr der Zufall den finnischen Flughafen-Ingenieur Leif vor die Füße. Cindy ergreift das Stückchen Leben und bricht zur Überraschung aller aus ihren eingefahrenen Bahnen aus.

Monsieur Claude und seine Töchter Filmplakat

Monsieur Claude und seine Töchter

OmU + DF | Komödie, F 2014, 97 Min. Regie: Philippe de Chauveron. Mit: Christian Clavier, Chantal Lauby, Ary Abittan, Emilie Caen, Frédéric Chau, Frédérique Bel | Trailer »

Monsieur Claude und seine Frau Marie sind ein zufriedenes Ehepaar in der französischen Provinz mit vier schönen Töchtern. Am glücklichsten sind sie, wenn die Familientraditionen genau so bleiben wie sie sind. Erst als sich drei ihrer Töchter mit einem Muslim, einem Juden und einem Chinesen verheiraten, geraten sie unter Anpassungsdruck. Sehr willkommen ist da die Ankündigung der jüngsten Tochter, einen französischen Katholiken zu heiraten. Doch als sie dann dem schwarzen Charles gegenüberstehen, reißt Claude und Marie der Geduldsfaden. Eine bunte französische Gesellschaftskomödie mit dem grandiosen Christian Clavier als Monsieur Claude zwischen Kulturschock und Völkerfreundschaft.

Das lief im Kino :: August 2014

Ohne Dich Filmplakat

Ohne Dich

Melodram, D 2014, 90 Min. Regie: Alexandre Powelz
Mit: Katja Riemann, Charly Hübner, Arne Gottschling, Helen Woigk, Meral Perin, Bijan Zamani | Trailer »

Sa 06.09.14 20:00 Uhr in Anwesenheit von Regisseur Alexandre Powelz

Nichts kann die Liebe zwischen Rosa und Marcel erschüttern. Sie teilen alles miteinander: das Leben, die Arbeit, ihre Liebe. Die Kellnerin Motte will dagegen am liebsten alleine sein. Nichts soll ihr Inseldasein gefährden. Doch sie ist schwanger – von ihrem besten Freund Neo. Motte ist fest entschlossen, das Zufallsbaby nach der Geburt wegzugeben. Doch durch die Begegnung mit Rosa bekommt Mottes Panzer Risse. Auch die Welt der Putzfrau Layla ist aus dem Lot, seitdem ihr Liebhaber sie für eine Jüngere verlassen hat. Sie würde alles tun, ihn zurückzugewinnen, genauso wie Marcel, der alles für Rosa geben würde. In einer schicksalshaften Nacht eskalieren die Konflikte. Ein Film über die Liebe und den Schmerz, und die grausame und dennoch tröstliche Gewissheit: das Leben geht weiter.

Jack und das Kuckucksuhrherz Filmplakat

Jack und das Kuckucksuhrherz

Animation, FSK: 6, empf. ab 11 Jahre, F 2013, 93 Min. Regie: Stephane Berla, Mathias Malzieu | Trailer »

Am kältesten Tag, den Schottland je sah, kommt der kleine Jack mit gefrorenem Herzen zur Welt. Seine Hebamme Madeleine ersetzt den Eisklumpen kurzentschlossen durch eine Kuckucksuhr und ticktack, bummbumm: Jack kann leben. Drei wichtige Regeln gilt es jedoch fortan für Jack zu beherzigen: niemals an den Zeigern drehen, niemals in Rage geraten und sich niemals verlieben, denn sonst spielt das Uhrwerk verrückt und das kann den Tod für Jack bedeuten.

JACK UND DAS KUCKUCKSUHRHERZ ist ein fantastischer Animationsfilm für die ganze Familie. Traumhaft und opulent animiert erzählt der Film eine so fantasievolle wie berührende Liebesgeschichte und ist nicht zuletzt auch eine Hommage an Georges Méliès, der zu Jacks Lebzeiten Ende des 19. Jahrhunderts die Bilder das Laufen lehrte.

Straße der Besten? ... Boulevard der Stars!

ROSAMUNDE - Film und Lesung in Anwesenheit von Regisseur Egon Günther anläßlich der Verleihung eines Ehren-Sterns auf dem Boulevard der Stars.

Am 04. September 2014 erhält der 1927 geborene Regisseur und Schriftsteller Egon Günther einen Ehren-Stern auf dem Potsdamer Platz und von uns am Vorabend einen Themenabend mit Film und Lesung - natürlich in Anwesenheit des zu Ehrenden.

ROSAMUNDE ist ein Kriminalmelodram von und nach Egon Günther, das Anfang der 1930er Jahre in Berlin zur Zeit der Wirtschaftskrise spielt. Die Verfilmung seiner eigenen Vorlage war Egon Günthers erste Nachwende-Filmproduktion und kommt als großes Zeit- und Sittenspektakel daher.

Für ihre Hauptrollen erhielten die serbische Schauspielerin Anica Dobra und der noch unbekannte Jürgen Vogel 1990 den Bayrischen Filmpreis als beste Nachwuchsdarsteller. In weiteren Rollen sind Richy Müller und Boris Koneczney zu sehen, sowie Mario Adorf, Manfred Krug und Mathieu Carrière.

Es liest: Janina Klinger
Moderation: Thomas Günther
In Anwesenheit von Egon Günther

Eine Veranstaltung der Edition Galerie auf Zeit in Zusammenarbeit mit den Tilsiter Lichtspielen.

ROSAMUNDE. Kriminalmelodram, D 1990, 111 Min. Regie: Egon Günther, nach seinem gleichnamigen Roman. Darsteller: Anica Dobra, Jürgen Vogel, Richy Müller, Mario Adorf, Manfred Krug, Mathieu Carrière

03. September 2014 20:00 Uhr

Night Moves Filmplakat

Night Moves

OmU | Thriller, USA 2013, 112 Min. Regie: Kelly Reichardt. Mit: Jesse Eisenberg, Dakota Fanning, Peter Sarsgaard | Trailer »

Die Umweltaktivisten Josh, Dena und Harmon planen die Sprengung eines Staudamms. Doch als es nach langen Vorbereitungen soweit ist, läuft der sorgsam entwickelte Plan schief und ein Unglück geschieht. Mit den Konsequenzen ihres Handelns konfrontiert, gibt es für die drei keinen Weg zurück in die Normalität ihres Lebens, so sehr sie sich auch darum bemühen.

Die Regisseurin Kelly Reichardt zählt zu den großen Talenten des amerikanischen Kinos. Sie interessiert sich ebenso sehr für die akribische Vorbereitung der Tat, wie für die Veränderungen, die sie in ihren Protagonisten hervorruft. So funktioniert NIGHT MOVES sowohl als Thriller als auch als Psychodrama. Durch die elegant komponierten Bilder und intensiven schauspielerischen Leistungen der drei Hauptdarsteller entwickelt der Film eine Sogwirkung, die einen nicht mehr loslässt.

Feuerwerk am hellichten Tage Filmplakat

Feuerwerk am hellichten Tage

OmU | Drama, China 2014, 109 Min. Regie: Yi'nan Diao. Mit: Liao Fan, Kwai Lun-mei | Trailer »

Zili ist ein Polizist, der sich gerade mitten in den Ermittlungen von mehreren Serienmorden befindet. Mit der Zeit findet er heraus, dass alle Opfer auf eine romantische Art und Weise mit ein und derselben Frau in Verbindung standen. Der Name dieser Dame ist Zhizhen und als ob dies nicht schon rätselhaft genug wäre, stößt der Ermittler Zili auf ein weiteres Mysterium: Bereits fünf Jahre zuvor hat er in einem mörderischen Fall ermittelt, in dem Zhizhens Mann allem Anschein nach brutal ermordet wurde. Aufgrund von beruflichen und auch privaten Gründen nähert sich Zili der mysteriösen Zhizhen immer mehr an und kann es am Ende nicht verhindern, dass sich zwischen ihnen eine ungeplante Beziehung entwickelt.

Auszeichnung auf der 64. Berlinale 2014 mit dem Goldenen Bär für den Besten Film und dem Silbernen Bär für den Besten Hauptdarsteller Fan Liao.

Violett Filmplakat

Violette

OmU | Drama, Frankreich/Belgien 2013, 139 Min. Regie: Martin Provost. Mit: Emmanuelle Devos, Sandrine Kiberlain | Trailer »

Verkannt und ungeliebt - so fühlte sich Violette Leduc, unehelich geboren. Aber sie hat den Mut, über intimste Gefühle und Erlebnisse zu schreiben - so stark, leidenschaftlich und poetisch wie keine Frau zuvor. 1945 begegnet sie Simone de Beauvoir und überreicht ihr den ersten Roman, der das Verhältnis zur ablehnenden Mutter behandelt. Simone ist hingerissen und beschließt, Violettes Karriere nach Kräften zu fördern. Damit beginnt eine lebenslange tiefe Freundschaft, getragen von Violettes unbändigem Durst nach Liebe und Selbstbefreiung durchs Schreiben und Simones unerschütterlicher Überzeugung, das Schicksal einer außergewöhnlichen Frau in ihren Händen zu halten.

In sechs traumhaft schön ins Bild gesetzten Kapiteln erzählt Martin Provost Violettes Schicksal von den harten Schwarzmarktjahren und unerwiderter Liebe zu Männern und Frauen bis zum späten Ruhm und Glück in der Provence.

Oktober November Filmplakat 02 Nora von Waldstätten

Oktober November

Drama, Österreich 2013, 114 Min. Regie: Götz Spielmann
Mit: Nora von Waldstätten, Ursula Strauss, Sebastian Koch, Johannes Zeiler | Trailer »

Zwei Schwestern wuchsen in den österreichischen Bergen in einem von den Eltern betriebenen Hotel auf. Inzwischen ist der Betrieb eingestellt und das Haus wird nur noch von Verena und ihrer Familie bewohnt. Sonja lebt in Berlin und hat eine erfolgreiche Karriere als Fernsehschauspielerin gemacht. Doch weder Verena noch Sonja sind zufrieden mit ihrem Leben – sie sehnen sich nach etwas, das sie nicht genau beschreiben können. Dann bringt den alten Familienpatriarchen ein schwerer Herzinfarkt in Todesnähe und Sonja reist in ihr altes Zuhause.

"Fünf Jahre nach seinem oscarnominierten Krimi REVANCHE legt Regisseur Götz Spielmann ein leises Kammerspiel vor, das die Abgründe einer Familie auslotet... Es gibt nicht viele Filme, die dem Sterben eines Menschen so viel Platz einräumen wie OKTOBER NOVEMBER... Spielmann vermeidet jede aufgesetzte Tragik. Und selten hat ein Film so sehr darauf bestanden, dass der Tod zum Leben gehört." » epd Film

Das lief im Kino :: Juli 2014

Begegnungen nach Mitternacht Filmplakat

Begegnungen nach Mitternacht

OmU | Les rencontres d'après minuit. Tragikomödie, F 2013, 93 Min. Regie: Yann Gonzalez. Mit: Kate Moran, Niels Schneider, Nicolas Maury, Éric Cantona, Alain-Fabien Delon, Béatrice Dalle. Trailer »

Ein junges Paar und ihr Dienstmädchen Udo, eine Transvestitin, laden um Mitternacht illustre Gäste ein. Nach und nach erscheinen La Chienne, L‘Étalon, L‘Adolescent und Le Star. Jeder hat zunächst seine persönliche Geschichte zu erzählen, dann beginnt die Orgie. Am Ende der Nacht wird niemand mehr derselbe sein, die gemeinsame Seelenschau wird jeden Teilnehmer nachhaltig verändern. Yann Gonzalez hat in seinem Debüt eine sinnlich-surrealistische Fantasie inszeniert, die ganz der Nacht gehört.

"Der Film irritiert und hinterlässt ein großes What-the-fuck im Kopf. Man könnte Begegnungen nach Mitternacht zwischen französischem Kunstfilm und Porno ansiedeln. Wer Abstrusität und Surrealismus nicht abgeneigt ist, wird seine Freude an dem Film haben." » kino-zeit.de
The King of Pigs Filmplakat

The King of Pigs

OmU | Animation/Drama, Korea 2011, 97 Min.
Regie: Sang-ho Yeon | Trailer »

Zwei traumatisierte Männer und ihre Kindheit. Damals hieß es: Hunde gegen Schweine. "Schweine", das waren diejenigen, die sich nicht durchsetzen konnten. Und wer einmal ein Schwein war, blieb für immer ein Schwein. Nur Neuling Chul setzte sich zur Wehr und wurde der "König der Schweine".
Für das Leistungssystem in Südkorea liefert Sang-ho Yeun mit seinem Film eine abgründige Perspektive in eindrucksvollen, harten, düster animierten Bildern.

"THE KING OF PIGS ist ernst und hysterisch, analytisch und übertrieben zugleich, und in dieser gelungenen Balance liegt seine Anziehungskraft." » filmstarts.de
"A strangely gripping and upsetting movie. 4 out of 5 Stars." - The Guardian
Qissa Der Geist ist ein einsamer Wanderer Filmplakat

Qissa - Der Geist ist ein einsamer Wanderer

OmU | Drama, Indien/D/F/NL 2013, 110 Min. Regie: Anup Singh. Mit: Irrfan Khan, Tilotama Shome | Trailer »

Der Sikh Umber Singh, der durch die Teilung Indiens 1947 alles verliert und zum Verlassen seiner Heimat gezwungen wird, ist davon besessen, einen Sohn als Erben zu haben. Als seine vierte Tochter geboren wird, nimmt er den Kampf gegen das Schicksal auf. Er gibt ihr den Namen Kanwar („junger Prinz") und erzieht sie im Glauben ein Mann zu sein. Als der Sikh die Hochzeit zwischen seinem "Sohn" und einem Mädchen von niederer Kaste arrangiert, wird die ganze Familie mit der Wahrheit konfrontiert.

"Die Geschichte ist eine Parabel mit Rahmenhandlung, die ihr Geheimnis glücklicherweise bis zum Ende nicht preisgibt und rätselhaft bleibt. Sie spricht deswegen nicht weniger offen die Verheerungen an, die die indische Geschichte und gesellschaftliche Normen an den Seelen der Menschen hinterlässt." » programmkino.de
Über-Ich und Du Filmplakat

Über-Ich und Du

Komödie, D 2014, 94 Min. Regie: Benjamin Heisenberg
Darsteller: André Wilms, Georg Friedrich | Trailer »

Nick gerät durch Zufall in das Haus des hochbetagten Star-Psychologen Curt Ledig, der sich gegen den geplanten Umzug zu seiner Tochter wehrt. Kurzerhand wird er als Aufpasser engagiert - seine Rettung, da er in Ledigs Nobelbungalow ein Versteck findet. Und Curt kann ohne lästige Familie an dem Vortrag für ein Symposium arbeiten, den ihm keiner mehr zutraut. Er will zu den Anfängen seiner wissenschaftlichen Karriere im Dritten Reich Stellung nehmen. Die unverhoffte Zweckgemeinschaft der beiden eigensinnigen Individualisten entwickelt sich zu einer dynamischen Konstellation mit erheblichen Fliehkräften.

"Eine geistreiche Komödie, die mit Georg Friedrich und André Wilms genial besetzt ist und mit dem „Unbewussten“ Schabernack treibt. Benjamin Heisenbergs Nachfolger von Der Räuber überrascht äußerst positiv." » programmkino.de
Vielen Dank für Nichts Filmplakat

Vielen Dank für Nichts

Eine barrierefreie Komödie von Oliver Paulus und Stefan Hillebrand; CH/D 2013, 95 Min. Darsteller: Joel Basman, Anna Unterberger, Nikki Rappel | Trailer »

Nach einem Snowboardunfall wird Valentin zum Rollstuhlfahrer, befindet sich über Nacht im Heim und nimmt wider Willen an einem Theaterprojekt für Behinderte teil. Das einzig Schöne am Heimleben ist die Pflegerin Mira, die aber in festen Händen ist. Aber Valentin nimmt den Kampf mit dem gesunden Nebenbuhler auf. Voller Begeisterung bieten sich Lukas und Titus als Komplizen an, und Valentin entdeckt, dass seine Mitstreiter zwar behindert, aber keineswegs bescheuert sind.

"Integration ist nie schmerzfrei und führt nicht zu einem harmonischen Miteinander von Behinderten und Normalen: Diese Botschaft packen Hillebrand und Paulus in einen erfrischend schrägen Film über Behinderte, in dem auch Hamlets »Sein oder Nichtsein« aus einer neuen Perspektive beleuchtet wird." » epd Film
Noseland Filmplakat

Noseland

OmU | Musik-Fake-Doku, Ö 2012, 82 Min. Regie: Aleksey Igudesman. Mit: John Malkovich, Sir Roger Moore | Trailer »

Eine humoristische Ode an die Welt der klassischen Musik und einige ihrer Stars. Einmal im Jahr übernimmt der weltberühmte Violinist und "Nasen-Fetischist" Julian Rachlin die Kontrolle über die kroatische Stadt Dubrovnik, um einige der weltbesten Musiker, Schauspieler und Komponisten zusammenzubringen und damit eines der einzigartigsten Musikfestivals der Welt zu veranstalten.

"Ein Film, der es sich nicht leicht macht, alles und jeden auf die Schippe zu nehmen und darin aber mehr für die klassische Musik tut. Hier lebt die jahrhundertealte Musik neu auf, weil ihre Musiker für sie brennen... Als wäre Langeweile die größte Sünde, rauscht Aleksey Igudesman durch das Festival und findet an jeder Ecke einen witzigen Moment. Musikalische Virtuosität scheint ihn überhaupt nicht zu beeindrucken. Und gerade dadurch erweist er ihr den größten Dienst. » epd Film
Floating Skyscrapers - Tiefe Wasser - Filmplakat

Floating Skyscrapers

OmU | Drama, Polen 2013, 93 Min. Regie: Tomasz Wasilewski
Mit: Mateusz Banasiuk, Marta Nieradkiewicz | Trailer »

Leistungsschwimmer Kuba steht unter Druck. Seine Mutter will, dass Freundin Sylwia auszieht. Sein Trainer will, dass er sich mehr anstrengt. Doch Kuba entzieht sich den Erwartungen. Dass er leistungssteigernde Mittel nimmt, behält er ebenso für sich wie den Sex mit Männern in der Schwimmhalle. Als er Michal kennenlernt, scheint er sich zum ersten Mal in einen Mann zu verlieben. Doch sowohl Sylwia als seine Mutter klammern sich an ihn. Verzweifelt sucht Kuba eine Möglichkeit, sich freizuschwimmen.

"Von Identitätssuche im Allgemeinen und Selbstfindung eines schwulen jungen Mannes im Speziellen erzählt Tomasz Wasilewski in seinem starken Film... überzeugt der zweite Film des polnischen Regisseurs vor allem durch seine gerade für polnische Filmverhältnisse gewagt unmittelbare Schilderung einer schwulen Liebesbeziehung und durch die außerordentlichen Bilder des Kameramanns Jakub Kijowski." » programmkino.de
Love Eternal Filmplakat

Love Eternal

OmU | Drama, Irland 2013, 94 Min. Regie: Brendan Muldowney. Mit: Robert de Hoog, Pollyanna McIntosh | Trailer »

Durch den Tod seiner Mutter vollkommen verunsichert, plant der depressive 28-jährige Ian seinen Selbstmord. Doch eine folgenschwere Entdeckung hält ihn von der Realisierung ab.
In der Romanadaption des japanischen Autors Kei Ôishis (Ju-on - the Grudge) sucht ein junger Mann die Gegenwart todessehnsüchtiger Frauen, um sich über sein eigenes Verhältnis zum Tod und zum Leben bewusst zu werden.

"Ein versponnener, makabrer und tragisch-komischer Film... Robert de Hoog und Pollyanna McIntosh sind eine zärtliche Wucht." - Filmfestival Münster