Chavela

Chavela Vargas Film

Ein Dokumentarfilm über die berühmte mexikanische Sängerin Chavela Vargas von Catherine Gund und Daresha Kyi. Ihr fantastisches Comeback begann mit 72 Jahren, als sie der spanische Filmemacher Pedro Almodóvar entdeckte und ihre Musik in zahlreichen seiner Filme verwendete. "Eine Hommage an eine grandiose Sängerin und extravagante Persönlichkeit." (Der Tagesspiegel)

Ab 17. August 2017 im Programm der Tilsiter Lichtspiele

Dokfilm, Regie: Catherine Gund, Daresha Kyi, US/MX/ES 2017, 90‘
Berlinale Panorama Publikumspreis 2017 Zweitbester Dokumentarfilm

OmU / Originalversion mit deutschen Untertiteln
Original language with German subtitles

Pedro Almodóvars Filme spielten eine wichtige Rolle, um ihre Karriere auf ein internationales Level zu heben. Wann auch immer er sie in der Öffentlichkeit vorstellte, kniete er sich nieder und küsste die Bühne, bevor sie an Orten wie der Carnegie Hall in New York, dem Olympia Theatre in Paris oder der Plaza de España sang. Chavela trat 1967 auch in dem Film La Soldadera, Werner Herzogs Schrei aus Stein and Julie Taymor’s Frida auf und sang „Tú Me Acostumbraste“ („Because of You, I Got Accustomed“) in Alejandro González Iñárritus Babel.

Schlich Chavela wirklich spät nachts in die Schlafzimmer von Frauen wie Ava Gardner, um sie ihren Ehemännern abspenstig zu machen? Lud sie manchmal ihre Waffe, nur um aus Spaß rumzuballern? Hatte sie ausufernde Trinkgelage mit ihren Freunden, die freitags begannen und bis zum darauffolgend Mittwoch dauerten? Lebte sie ein Jahr lang mit Frida Kahlo und hatte eine leidenschaftliche Romanze mit ihr? Chavelas lustvolle, schmerzliche, musikalische und zutiefst spirituelle Reise zu sich selbst ist der Dreh- und Angelpunkt dieser Dokumentation. Ein umwerfendes Porträt einer Frau, die es wagte, auf einzigartige Weise singend, tanzend, sich kleidend und redend ihr Leben zu leben.

Mit seinem lyrischen Aufbau nimmt Chavela die Zuschauer mit auf eine bewegende, nachdenklich stimmende Reise durch das Leben der wegweisenden Pionierin Chavela Vargas. Aufnahmen von Catherine Grund aus dem Jahr 1991 zeigen Chavela, die in entspanntem Plauderton mit einer Gruppe junger lesbischer Bewunderinnen spricht, und bieten einen seltenen, intimen Blick auf diese ikonische Sängerin auf dem Höhepunkt ihrer Reise.

"Vergesst meinen Namen nicht", fordert sie an mehreren Stellen. Nein, das ist ausgeschlossen, erst recht nicht nach diesem filmisch überaus gelungenen Salutschuss für grenzenlose Freiheit und ein selbstbestimmtes Leben: Viva Chavela!
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