Ein Sack voll Murmeln

Ein Sack voll Murmeln Film

Originaltitel: UN SAC DE BILLES. Frankreich 1941: Auf sich allein gestellt versuchen der jüdische Junge Joseph und sein älterer Bruder der Deportation durch die Nationalsozialisten zu entkommen. Seit der Flucht aus ihrer Heimatstadt Paris sind sie auf ihr Glück und Geschick sowie die Hilfsbereitschaft anderer angewiesen. Basierend auf dem autobiographischen Erfolgsroman von Joseph Joffo aus dem Jahr 1973 schildert „Ein Sack voll Murmeln“ Judenverfolgung und die Besatzung Frankreichs aus der Perspektive zweier Kinder.

Ab 17. August 2017 im Programm der Tilsiter Lichtspiele

Drama, Regie: Christian Duguay, FR/CZ/CA 2017, 113‘
Darsteller: Dorian Le Clech, Batyste Fleurial, Patrick Bruel

Deutsche Fassung + Originalversion mit deutschen Untertiteln
German lanuage + Original language with German subtitles

Paris, 1941. Weil es in der besetzten Hauptstadt zu gefährlich geworden ist, plant die jüdische Familie Joffo die Flucht nach Südfrankreich, das noch nicht in deutscher Hand ist. Eine gemeinsame Reise wäre zu auffällig, daher schicken die Eltern den zehnjährigen Joseph und seinen älteren Bruder Maurice allein auf den Weg. Ein gefährliches Abenteuer erwartet die Jungen, denn niemand darf erfahren, dass sie Juden sind. Doch dank ihres Mutes und Einfallsreichtums schaffen sie es immer wieder, den Besatzern zu entkommen. Wird es ihnen gelingen, ihre Familie in Freiheit wiederzusehen?

Die berührende Verfilmung des auf der Lebensgeschichte von Joseph Joffo basierenden Bestsellers erzählt in großen Bildern von zwei Brüdern, die auf ihrem Weg in die Freiheit allen Widerständen trotzen. Der Film besticht vor allem durch die herausragende Leistung der Schauspieler, allen voran der beiden jungen Hauptdarsteller Dorian Le Clech und Batyste Fleurial Palmieri, die sich neben renommierten Kollegen wie Patrick Bruel (DER VORNAME) und Christian Clavier (MONSIEUR CLAUDE UND SEINE TÖCHTER) nicht verstecken brauchen.

Zwei Jungs entkommen der Verfolgung durch Flucht - sie werden von ihren Eltern mit dem Nötigsten ausgestattet und fortgeschickt auf eine Reise ins Ungewisse. Aber nein: Das ist keine moderne Flüchtlingsgeschichte, auch wenn sie es sein könnte. Hier geht es um das Schicksal einer Familie im besetzten Frankreich, erzählt aus der Sicht des jüngsten Sohnes. Christian Duguays actionreicher Abenteuerfilm ist ein Appell an die Humanität und an die Familie - ein richtig guter Kinotipp für ältere Kinder, Jugendliche und Erwachsene.
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