Wind River

Wind River Jeremy Renner Gil Birmingham

Der neue Film von Taylor Sheridan, Autor von Sicario und Hell or High Water. Regiepreis in Cannes 2017. Autor, Regisseur und Schauspieler Taylor Sheridan ist ein Westerner. Mit Wind River führt er einmal mehr sein Neo-Western-Noir-Sujet fort, jetzt auch als Regisseur, von Texas/Mexiko in den hohen Norden, aus der Steppe in den Schnee.

Rhapsodie in Weiß: Rauchendes Mündungsfeuer im Schnee oder die Todessehnsucht des unsichtbaren jagenden Mannes. WIND RIVER ist THE SEARCHERS reloaded unter verkehrten Vorzeichen. ...CRITIC.DE

Ab 08. Februar 2018 im Programm der Tilsiter Lichtspiele

Thriller, Regie: Taylor Sheridan, US/CA/GB 2017, 107'
Darsteller: Jeremy Renner, Elizabeth Olsen, Gil Birmingham

OmU / Englische Originalversion mit deutschen Untertiteln
English language with German subtitles

Fehlten in Hell or High Water die Frauenrollen fast gänzlich, greift Sheridan wieder die Figur der jungen FBI-Agentin aus Sicario auf (hier: Elizabeth Olsen) und lässt sie an der Seite eines Fährtenlesers (Jeremy Renner) in einem Indianerreservat in Wyoming in einem Mordfall ermitteln. Ob ihr mehr Erfolg beschieden sein wird als ihrer bitter scheiternden Kollegin in Sicario wird sich am Filmende zeigen.

WIND RIVER ist der Abschluss von Taylor Sheridans Frontier-Trilogie. [..] Und möglicherweise ist die Assoziation zur Border-Trilogie des Schriftstellers Cormac McCarthy kein Zufall – die Motive von existenzieller Einsamkeit, alttestamentarischen Gesetzen und unvermittelt ausbrechender Gewalt sind sowohl bei McCarthy als auch bei Sheridan nahezu identisch. Zumal Sheridan in Ben Richardson einen Kameramann gefunden hat, der die überwältigende Natur von Wyoming naturalistisch einfängt und sie gleichzeitig düster überhöht, ohne in Pathos zu verfallen, so wie auch der Schriftsteller McCarthy ein grandioser Landschaftsmaler ist. [..] Der Film entwickelt bereits nach kurzer Zeit einen Sog, dem man sich schwer entziehen kann. Begleitet vom hypnotischen Soundtrack von Nick Cave and Warren Ellis verdichten sich Bilder, Klänge und Natur zu einem unheimlichen Szenario, weiß in weiß, aus dem die Konturen sich nur bei genauer Betrachtung herausheben. ...Die ganze Filmkritik auf ZEIT ONLINE