Ich war zuhause, aber... (2019)

Ich war zuhause aber Film 2019 01

Film von Angela Schanelec
Rätselhafte Schönheit

Silberner Bär für die Beste Regie Berlinale 2019

"Endlos rätselhaft, ungreifbar schön... In ihrem Berlinale-Triumph arbeitet Angela Schanelec viel mit dem Klang von Sprache. Der Zauber dieses herausragenden Werks lässt sich mit Worten aber kaum einfangen - unser Film der Woche." SPIEGEL ONLINE

ICH WAR ZUHAUSE, ABER...
Deutsche Originalversion
German language

Ich war zuhause aber Film 2019 02

Ich war zuhause, aber...

Deutschland/Serbien 2019 • Länge: 105 Minuten • Regie, Buch, Produktion, Schnitt: Angela Schanelec • Kamera: Ivan Marković • Darsteller: Maren Eggert, Jakob Lassalle, Clara Möller, Franz Rogowski, Lilith Stangenberg, Alan Williams, Jirka Zett, Dane Komljen • TrailerWebsite
"Was geschieht, wenn Spiel und Realität, Lüge und Wahrheit knallhart aufeinandertreffen? Schanelecs goldener dritter Weg ist neu und alt zugleich, es ist der Weg, den vor ihr schon Cocteau, Straub und Ozu gegangen sind: Eine bewusste Theatralik in der fotografierten Welt, ein offenes Einfallstor für die unbestimmte Magie einer Farbe, eines Sternenhimmels oder eines kleinen Naturwunders wie jenem Esel, dem sie scheinbar unmotiviert ihre Schlusseinstellung schenkt. Immer wieder erbaten Journalisten bei der Pressekonferenz verzweifelt eine Interpretation der Esels-Rolle von der Künstlerin – selbstredend vergeblich. Der beste Weg führt geradewegs zurück ins Kino, denn diesen wunderschönen Film möchte man sofort noch einmal sehen." FRANKFURTER RUNDSCHAU

Phillip, ein dreizehnjähriger Schüler, war eine Woche lang spurlos verschwunden. Als er wieder auftaucht, sieht sich seine Mutter mit Fragen konfrontiert, die zu einer veränderten Sicht auf ihr Leben führen.

Phillip lebt mit seiner Mutter und seiner achtjährigen Schwester in bürgerlichen Verhältnissen. Der Film beginnt, als er nach einer Woche, in der er spurlos verschwunden war, zurück nach Hause kehrt. Was er gesucht hat, ein Ausgeliefert sein an die Natur oder eine Annäherung an den Tod, ausgelöst durch den Tod seines Vaters, können die Mutter oder seine Lehrer nur vermuten. Erzählt werden die ersten Wochen nach seiner Wiederkehr, in der die Normalität des täglichen Lebens, das stolpernd wieder in Gang kommt, in hartem Gegensatz zur Nähe des Todes steht, in die sich Phillip begeben hat.

Seine Mutter scheitert an der Notwendigkeit, akzeptieren zu müssen, dass ihr Sohn ein eigenes Leben führt, das sie nur begrenzt beeinflussen kann. Nachdem sie glaubte, sich zumindest um seine körperliche Unversehrtheit nicht mehr sorgen zu müssen, kommt Phillip mit einer Blutvergiftung ins Krankenhaus. Aufgerieben zwischen erneuter Sorge um das Kind, Versagensängsten und Schuldgefühlen, verliert die Mutter die Nerven. Aber die Kinder wenden sich nicht ab. Das Gefüge der Familie zerfällt, um sich neu zu bilden.

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