Land des Honigs (2019)

Land des Honigs Film 2019 01

Tamara Kotevska und Ljubomir Stefanov
Bester Dokumentarfilm 2019

Grand Jury Prize
Special Jury Award
Cinematography Award
World Cinema Documentary
Sundance Film Festival 2019

"Der Dokumentarfilm erzählt auf erschütternde Weise von einem Einzelschicksal auf dem Land in Nordmazedonien, das ungefragt für das große Ganze stehen kann: die weltweite Honigproduktion ebenso wie die Natur im Gesamten. [..] Der Poesie des Films kann man sich ebenso wenig entziehen wie seiner berührenden Geschichte und der unmissverständlichen Botschaft, respektvoll und sorgsam mit dem Leben um sich herum umzugehen." (Kino-zeit)

LAND DES HONIGS
Originalversion mit deutschen Untertiteln
Original language with German subtitles

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Land des Honigs

KinotrailerWebseite zum Film • Dokumentarfilm • Nordmazedonien 2019 • 87 Minuten • Regie: Tamara Kotevska, Ljubomir Stefanov • Kamera: Fejmi Daut, Samir Ljuma • Musik: Foltin

Wie kaum ein anderer Dokumentarfilm erzählt LAND DES HONIGS eine grandiose und wahrhaftige Naturgeschichte. Mit den Mitteln filmischer Poesie stellen die Regisseure die Biene ins Epizentrum eines fundamentalen Widerspruchs unserer Zeit. LAND DES HONIGS spürt den Veränderungen nach, die sich in die Beziehung zwischen Mensch und Biene eingeschlichen und damit unser aller Welt für immer verändert haben.

In einem entlegenen mazedonischen Dorf steigt Hatidze, eine etwa 50-jährige Frau, täglich einen Berghang hinauf. Sie macht sich auf den Weg zu ihren zwischen den Felsspalten lebenden Bienenvölkern. Ohne Gesichts- oder Handschutz entnimmt sie sanft die Honigwaben und singt dabei ein uraltes Lied. Zurück auf ihrem Bauernhof kümmert sich Hatidze um ihre handgemachten Bienenkörbe und ihre bettlägerige Mutter. Gelegentlich fährt sie in die Hauptstadt, um ihren Honig und die Körbe zu verkaufen.

Eines Tages lässt sich eine Nomadenfamilie auf dem Nachbargrundstück nieder und in Hatidzes beschauliches Bienenkönigreich ziehen schallende Motoren, sieben kreischende Kindern und 150 Kühe ein. Doch Hatidze freut sich über die neue Gesellschaft und lässt weder sich noch ihre bewährte Imkerei oder ihre Zuneigung zu den Tieren stören. Doch bald trifft Hussein, das Oberhaupt der Familie, Entscheidungen, die Hatidzes Lebensweise für immer zerstören könnten.

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"Wurde beim renommierten Filmfestival von Sundance 2019 als Bester Dokumentarfilm ausgezeichnet. Die Ehre haben sich die mazedonischen Filmschaffenden Tamara Kotevska und Ljubomir Stefanov nicht nur mit der zeitgeistigen Thematik rund um das fragile Verhältnis der Menschen zur Natur verdient, sondern insbesondere mit der poetischen Machart ihres fein beobachteten und unaufgeregten Langfilmdebüts." (Programmkino)
"Der Film treibt sehr weit in Richtung narrativer Dramaturgie. Das bringt perfekt komponierte, teils überwältigend schöne Bilder hervor, Lichtspiele, die es mit großen Gemälden und großer Fotokunst aufnehmen können. Gleichzeitig bietet der Film eine Erzählung, die spannend ist wie ein Krimi, mit dramatischen Wendungen, die einer Novelle würdig wären, wenn nicht gar einer Tragödie." (Zeit Online)

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"Nicht nur wegen seiner Bildgewalt eine Ausnahme im aktuellen Dokumentarkino, sondern vor allem auch wegen seiner Machart. Die Regisseure inszenieren ihre Doku beinahe wie einen Spielfilm, als dass die Protagonisten die Anwesenheit des Filmteams hier nie offen zur Kenntnis nehmen; bei einigen emotional intensiven Momenten fragt man sich tatsächlich, wie genau die Aufnahmen wohl vonstattengegangen sind. Den Filmemachern gelingt so jedenfalls ein einzigartiger Einblick in eine im Verschwinden begriffene Lebensweise und eine kluge Reflexion über die untrennbare Verknüpfung einer Landschaft mit ihren menschlichen und tierischen Bewohnern." (epd Film)