Lord of the Toys (2018)

Lord of the Toys Film Max Adlersson

Ausgezeichneter Dokumentarfilm
Lord of the Toys

Eine Geschichte über den Westen im Allgemeinen und den deutschen Osten im Speziellen

Bester Dokumentarfilm 2018 DOK Leipzig

"Ob die Kamera nun immer die „wirkliche“ Person abbildet oder inwiefern alle nur ihre Rollen spielen, ist eine hochinteressante Frage, die der Film in den Raum stellt. Max selbst scheint auf den ersten Blick der einzige, der sich auch der Inszenierung im Film stärker bewusst ist. Er provoziert mit seinen rechts ausgerichteten Sprüchen, Witzen und Beleidigungen gezielt, überschreitet dabei oftmals Grenzen, wirft auch mal einen Blick in die Kamera und erhält sich so auch als Kunstfigur. Mit seinem rein beobachtenden Blick zeigt der Film ungeschönt, konsequent und radikal eine Wahrheit über einen Teil unserer Gesellschaft. Eine Wahrheit, die wehtut. Und die gezeigt werden muss. " Deutsche Film- und Medienbewertung

LORD OF THE TOYS
Deutsche Originalversion
German language

Lord of the Toys YouTube Max Adlersson

Lord of the Toys

Dokumentarfilm • Deutschland 2018 • 95 Minuten • Regie, Produktion: Pablo Ben-Yakov • Drehbuch: Pablo Ben-Yakov, Andre Krummel • Kamera: Andre Krummel • TrailerWebsite
"Verschwende deine Jugend: Ein Dokumentarfilm über eine YouTube-Clique hat den Skandal des Leipziger Dok-Filmfestivals ausgelöst: Weil die Protagonisten rechtsextreme Sprüche klopfen. Darf man das so zeigen? [..] Klar ist, dass der Film gerade deshalb so schockt – und gerade deshalb solche Aufmerksamkeit auf sich zieht –, weil er eben auf Kommentare verzichtet. Weil er einen in die seltsame Welt von Max Herzberg und seinen Freunden hineinzieht. Die Jury des Dok-Festivals schrieb über den Film: "Er hilft Leuten, zu kapieren, was woanders los ist." Ben-Yakov sagt: "Kunst muss nichts kommentieren." (Zeit Online)

Max „Adlersson“ Herzberg aus Dresden, 20 Jahre alt, hat entschieden sein Leben nicht mit Arbeit zu verbringen. Seitdem referiert er über Messer und alle möglichen andere Produkte, öffnet Gangsta-Rap-Fanboxen, erzählt von sich selbst, besäuft sich in aller Öffentlichkeit, pöbelt und grölt herum, erniedrigt Schwächere, reißt derbe Witze und testet jede Grenze aus, die er sieht – Max ist YouTuber und lebt davon. Die meisten seiner Freunde haben eigene Kanäle auf YouTube und Instagram, einige sogar recht erfolgreich.

Max und seine Clique sind zweifelhafte Vorbilder, aber sicherlich Prominente ihrer Generation mit mehr als 300.000 aktiven Fans. Ist Max ein gewaltverherrlichender Influencer mit rechten Tendenzen oder ein gewöhnlicher Heranwachsender auf der Suche nach Halt und Identität, in einer Zeit, in der die Grenzen zwischen Privatleben und Öffentlichkeit zunehmend verschwinden? Womöglich ist er beides, wahrscheinlich ohne sich dessen allzu bewusst zu sein.

LORD OF THE TOYS begleitet Max und seine Clique einen Sommer lang und hinterlässt ein dystopisches Bild der ersten Generation junger Erwachsener, die ein Leben ohne Internet, YouTube und Instagram nicht kennen. Der Film portraitiert sie und untersucht die Welt, in der ihre Lebensmodelle gedeihen: den Westen im Allgemeinen und den deutschen Osten im Speziellen.

Lord of the Toys Film YouTube Max Adlersson