Gutschein hilft Kino

Gutschein hilft Kino!

Kino in der Krise: Jetzt einen Kino-Gutschein online kaufen und später ins Kino gehen! Mit dem Betrag können wir die Corona-Quarantäne besser überwintern und wenn wir dereinst wieder geöffnet sind, könnt Ihr die Gutscheine für Kinotickets einlösen.

Zur Auswahl stehen Gutscheine für unsere Friedrichshainer Kinos Tilsiter Lichtspiele, Kino Zukunft, Freiluftkino Pompeji sowie Kino Intimes (noch im Umbau). Egal für welches Kino Ihr euch entscheidet, die Gutscheine sind für alle vier Kinos gültig.

Wie funktioniert es? Die Gutscheine könnt Ihr online auf Kinoheld kaufen. Später könnt Ihr sie eben dort - und nur dort - wieder gegen Kinotickets einlösen. Das System ist so einfach wie sicher, bitte habt Verständnis dafür, dass wir unter den gegebenen Umständen keine andere Variante anbieten können.

Wir bedanken uns sehr für Eure Unterstützung und die bislang zahlreichen Käufe von Kinogutscheinen. Wir werden es Euch später mit guten Filmen heimzahlen.

Jetzt Kinogutschein kaufen

Fortsetzung folgt Berliner Programmkinos

Fortsetzung: folgt.

Neben der direkten Unterstützung unserer Kinos durch den Kauf von Online-Gutscheinen gibt es noch eine Crowdfunding-Kampagne der Berliner Programmkinos bei Startnext, der wir uns auch angeschlossen haben.

Vom exklusiven Kinostart über die verrücktesten Festivals und interessantesten Veranstaltungen bis hin zum großen Arthouse Film wird hier in der Hauptstadt auf 78 Leinwänden täglich Kino neu erfunden. Durch die aktuelle Kreativpause ist die Berliner Kinolandschaft in seiner Existenz bedroht. Wir möchten auch in Zukunft diese Vielfalt für Euch erhalten und dafür brauchen wir Eure Unterstützung!

Unterstütze Deine Berliner Programmkinos

The long night

Kino Kneipe Kirche

Berlin, 28. April: "Der Betrieb von Vergnügungsstätten (Kino, Theater, Zirkus, Stadien), Gottesdienste in den Kirchen, und der Betrieb von Restaurants und Gaststätten ist bis 21:00 Uhr Berliner Zeit erlaubt."

Wenn sie nicht erwachen, Mai, von deinem Hauch… Die oben zitierte Verordnung ist leider nicht auf das Jahr 2020 datiert, sondern dem Befehl Nr. 1 des ersten sowjetischen Stadtkommandanten von Groß-Berlin entnommen. Vor genau 75 Jahren befahl Generaloberst Nikolai Bersarin unter Punkt 9 die Versorgung der arg geschrumpften Berliner Bevölkerung mit Kultur, während am Alexanderplatz noch heftig geschossen wurde und der Führer noch zwei weitere Tage zu führen und sich zu verheiraten hatte.

Als 12 Tage zuvor die Offensive gegen Berlin begann, gab es noch genügend Kinos in der Stadt, die in ihrem Spielbetrieb nicht durch Bombenschäden eingeschränkt oder ganz zerstört waren. Das Kinoprogramm für den 16. April bot von „Kollege kommt gleich“ bis „Kolberg“ die ganze Bandbreite nationalsozialistischen Filmschaffens. Vier Tage später wurde in Berlin der Belagerungszustand ausgerufen und dann ging auch das Stromnetz der alten Bewag in die Knie, jedenfalls als Gesamtberliner Netz. Somit käme der 20. April auch als letzter Kinotag in Berlin zu Kriegszeiten in Betracht.

Vier Tage nach dem Befehl Nr. 1 war Berlin kapitulationsbereit, allerdings wurde an einzelnen Hotspots wie dem Volkspark Humboldthain bis zum Mittag des 3. Mai durchgekämpft, dann war auch dort Ruhe. Bereits eine Woche nach dem endgültigen Kriegsende am 8. Mai öffneten in Berlin wieder die ersten Kinos ihren Spielbetrieb. Alles in allem war das Kinoprogramm in der durch die Kampfhandlungen besonders stark zerstörten Stadt nicht einmal vier Wochen unterbrochen.

"17 Lichtspieltheater sind bereits in Berlin wiedereröffnet worden. Es werden Sowjetfilme vorgeführt. Der Andrang des Publikums ist sehr bedeutend."

Bereits am 15. Mai meldete die erste Ausgabe der „Täglichen Rundschau“, der ersten Berliner Nachkriegszeitung, die „Wiederherstellung des normalen Lebens in Berlin“. Die Wiederöffnungsrate der Kinos war beträchtlich, nur zwei Tage später standen den Berlinern bereits 30 Kinos zur Auswahl.

Kino-Newsletter April-Mai 2020

Tilsit und die Tilsiter - Kleines Kino, große Geschichte